Category Archives: Netzfunde

aeroFS

aerofs

Klingt ja auf den ersten Blick gut: aeroFS synct nicht gegenüber einem Server beim Dienstleister, sondern nur zwischen den Rechnern, auf denen es installiert ist. Es liegen also keine Dateien in der Cloud rum – meint man.

Denn: Wer das Passwort hat (und dazu gehört im Prinzip auch der Dienstleister selbst), kann einen weiteren SyncClient einrichten und sich dann von dort alle Daten von den Clients holen. Ob dieser Fremdclient dann in jedem Fall im Frontend angezeigt wird … bleibt ein Geheimnis des Dienstleisters. Ich glaube da nicht dran: Da wird schon nicht der Client “Sheriff” auftauchen, wenn der Sheriff von Hicktown meint, er müsse in meine Dateien blicken. Dass derartiges Cloud-Geschnüffele nicht nur bei US Unternehmen passiert, sondern auch bei uns, steht unter anderem hier.

Ergo: Komfortabler Dienst – aber am Ende fast genauso unsicher wie Dropbox, SkyDrive und wie sie alle heißen. OwnCloud – gepaart mit TrueCrypt – auf dem eigenen Server bleibt die sauberste Lösung.

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… Tage lebt im Durchschnitt ein von Google bereit gestellter Dienst – von der Suche selbst einmal abgesehen. Errechnet und mit vielen weiteren Beispielen untermauert hat dies der Guardian. Losgetreten wurde dieser Artikel sicherlich durch die Ankündigung des Suchmaschinenbetreibers, seinen Reader einzustellen.

Da würde ich doch glatt losrennen und mir ein Chromebook kaufen.

KDE4, Thunderbird und Mailversand

thunderbird_kdeintegration

Obwohl unter meinem Ubuntu 12.04 LTS 64 Bit (bei anderen Versionen können die Pfade abweichen – deswegen der Wasserkopf) Thunderbird als Default Mail User Agent in den Systemeinstellungen eingetragen ist macht Dolphin Mails mit KMail auf, wenn man im Kontextmenü auf “Als E-Mail Anhang versenden” klickt.

Hier war ein Codefetzen zu finden, den man leicht anpassen kann und dann unter der genannten Version hier abspeichert:

~/.kde/share/kde4/services/thunderbird_attachment.desktop

Was in der angegebenen Quelle nicht stimmte, war der Pfad zum Icon. Deswegen – und auch für Copy and Paste für mich selbst und meine anderen Kisten – der Schnipsel mit der Anpassung und einigen Kürzungen bei den Übersetzungen:

[Desktop Entry]
Type=Service
Actions=attachToEmail
Encoding=UTF-8
ServiceTypes=KonqPopupMenu/Plugin,all/allfiles
ExcludeServiceTypes=application/x-iso,kdedevice/*,inode/directory

[Desktop Action attachToEmail]
Exec=thunderbird -compose "attachment='file:///$(echo %F | sed 's/\\ \\//,file:\\/\\//g')'"
Name=Attach to Thunderbird Mail
Name[de]=Verschicken als Anhang mit Thunderbird
Icon=/usr/lib/thunderbird/chrome/icons/default/default16.png

Dolphin einmal neu aufmachen und der Eintrag sollte im Kontextmenü stehen.

PeaZip

Auf der Suche nach den Kommandozeilen-Optionen von 7Zip stolperte ich heute über eine GUI zu diesem (und vielen anderen) Packprogrammen: PeaZip

Das Programm beherrscht auch das sonst sehr umständliche Verschlüsseln von 7Zip Archiven und scheint mir weitaus weiter gediehen zu sein, als die alternative GUI k7z. Darüber hinaus steht es in vielen unterschiedlichen Paketformaten (RPM, DEB, TGZ) wie auch als portable Version für den USB Stick zur Verfügung und ent/packt rund 130 Formate.

Trotz aller grafischen Klickbuntigeschichten: Einen Überblick über die CLI Befehle für 7Zip erfährt man unter anderem hier – oder durch ein man 7za auf der Shell.

SPON auf Tux

Ich hätte das ja gar nicht so schnell gemerkt – der RSS Feed von SPON und das Blog von Lobo sind die einzigen von mir in den letzten Jahren ausgewerteten Quellen aus diesem Haus, seit dem dieses Magazin sich zunehmend durch populistische und undifferenzierte Berichterstattung zu Netzthemen (und überhaupt) hervor tat. OMG Ubuntu hatte jedoch heute einen Artikel online, auf dem mir die vertraute SPON Grafik entgegen leuchtete und so kehrte ich für kurze Zeit meinen Prinzipien den Rücken und … las den Spiegel.

Siehe da: Das ehemalige Nachrichtenmagazin hat doch tatsächlich einen Artikel online zum Thema “Umstieg auf Linux”: http://www.spiegel.de/netzwelt/gadgets/0,1518,812304,00.html

Und nicht nur das. Inzwischen (oder schon länger?) gibt es sogar einen extra Bereich für die Pinguine bei SPON: http://www.spiegel.de/thema/linux/

Ist ja gruselig. Tux goes Spiegel. Und ich dachte, schlimmer als Android kann es nicht mehr kommen ;-)

Repost von BeeHive

Doom

(C) gerard79 @ sxc

Nachdem viele Seiten (1, 2) in den letzten Tagen davon berichtet hatten, dass die Bundesprüfstelle Doom inzwischen nicht mehr auf dem Index hat, war ich erinnert: An ein Spiel, dass ich vor mehr als 10 Jahren auch mal gespielt hatte: Durch dunkle, Labyrinthe hetzen, immer auf der Hut vor feuerballwerfenden Monstern, die man mit einer Schrotflinte bearbeitete. Noch sind Ferien – also musste ich doch gleich mal in meinen alten Windowsschachteln graben … und siehe da: Meine Installationsmedien und sogar die Sammlung an WAD Files waren noch da.

Als Engine empfehle ich vavoom – die scheint mir am ausgereiftesten und lässt sich einfach konfigurieren. Zu beziehen ist diese z.B. über Playdeb:

http://www.playdeb.net/software/Vavoom

Nach dem Download der Shareware-WADs können die Einstellungen für jedes Spiel gesondert gesetzt werden – für Doom 1 z.B. in:

~/.vavoom/basev/doom1

Für ein Fenster mit 1280 x 1024 Pixeln und 32 Bit Farbtiefe sieht das so aus:

screen_bpp              “32″
screen_height           “1024″
screen_size             “10″
screen_width            “1280″
screen_windowed         “1″

Hat man z.B. die WAD Dateien des Originalspiels Doom II, dann kann man sich diese in einen Ordner seiner Wahl legen und vavoom mit einem entsprechenden Schalter aufrufen:

vavoom -iwaddir /pfad/zum/ordner/mit/wad/file -doom2

Tracker

(C) ColinBroug @ SXC

Der Firefox 5 bringt auf der Registerkarte Datenschutz in den Einstellungen eine Möglichkeit mit, Webseiten mitzuteilen, dass man nicht verfolgt werden möchte:

Schade ist, dass sich kaum eine Webseite daran hält. Dies findet man mit Hilfe des Firefox Plugins Collusion heraus, das man in einem Tab öffnet und dann im Hintergrund liegen lässt.

Hier sammelt sich dann schnell die Information, über welche Seiten man von wem beobachtet wird.

base64 MIME multi part E-Mail Anhang Dekodierung

(C) stocker @ sxc

Da hat sich doch einer meiner vielen Chefs einen Scanner mit Mailfunktion zugelegt und mir dessen gibberish dann per E-Mail weitergeleitet. Angekommen sind zwei Mails. Beide Dateien im Anhang waren im Format dat beigelegt und kamen über einen Exchange Server. Die erste dat Datei enthielt mehr als “normale” winmail.dat Dateien – nämlich einen E-Mail Header mit den später von mir als wesentlich erkannten Informationen: multipart/mixed und base64 (siehe Bild). Die zweite Datei – mit einem Editor geöffnet – zeigte nur noch Buchstabensalat.

Ich tippte trotzdem zuerst auf das mir bekannte winmail.dat Problem und versuchte mich mit tnef. Ohne Erfolg. Dann googlete ich nach “linux decode mail attachments” und landete einen Treffer.

Die beiden Anhänge müssen zuerst lokal gespeichert werden. Die Umwandlung geht mit Hilfe von munpack:

sudo apt-get install mpack

cat part1.dat part2.dat | munpack

Details und noch viel mehr sind in diesem Blogpost zu finden.

Transcoder

Ich bin gerade über arista gestolpert, das sich auch in den Ubuntu Paketquellen befindet und mit Hilfe vieler gstreamer-plugins beim Umwandeln von Mediendateien für viele Gerätetypen zeigt, dass Transkodieren komfortabel sein kann. Arista ist eine wunderbare Ergänzung und oft auch ein Ersatz für tragtor, einem GUI für ffmpeg.

Als Quelle können CD/DVD Laufwerke wie auch lokale Dateien angegeben werden. Im Eintrag Gerät (siehe Bild oben) stehen Profile für die üblichen Verdächtigen bereit und unter Profil können Qualitätseinstellungen vorgenommen werden.

Damit alles mit arista rund läuft sollte die gesammelte Packung gstreamer-plugins installiert sein, was so überprüft werden kann:

dpkg -l | grep gstreamer

Man vergleiche dann mit der Ausgabe von

sudo apt-cache search gstreamer | grep plugins

und installiere fehlende Plugins nach.