Archiv der Kategorie: Laptop

nvidia beta

Nach nun beinahe ewigem Gefummel an der xorg.conf: Mit dem Beta Treiber von den Nvidia Seiten funktioniert es weitgehend auch mit Beamer.

Man sollte allerdings nicht auf die Idee kommen, zu viele Desktopeffekte einzuschalten – sonst stürzt der Treiber ab und nimmt Hardy gleich mit ins Grab. Auch beim Herunterfahren stellt sich der Rechner nach Verwendung eines Beamers nun komisch an, zeigt einen verwaschenen Bildschirm … Beta eben. Ich teste den Treiber nun erst einmal ohne Beamer mit etwas Sauerbraten und Warsow 😉

Trotzdem mal Danke an die Helfer/innen in den Ubuntu Foren: hier

Hardy auf D830

Nur ein erster Eindruck nach zwei Tagen Fummelei: Die Installation von Ubuntu 8.04 LTS verlief ohne Probleme, die Einstellungen von Gutsy aus meinem alten Homeverzeichnis wurden übernommen: Ich hatte die Root-Partition gelöscht und dann Hardy mit dem gleichen User und dem gleichen Passwort wie unter Gutsy installiert. Ein nicht gerade empfohlenes Verfahren, das mir aber ein „sauberes“ System ohne Altlasten liefert und gleichzeitig die wesentlichen Einstellungen für Gnome aus dem /home rettet.

Allerdings

  1. Hardy hat die deutschen Sprachdateien nicht vollständig importiert, so dass trotz diverser Nachinstallationen immer noch einige Programme einen „gemischten“ Eindruck hinterlassen – stellenweise sind einzelne Menüpunkte noch Englisch.
  2. UbuntuStudio integriert sich auch nicht vollständig in das Menü – einzelne Einträge wurden zwar mit Icon, jedoch ohne Text angezeigt. Einzelne Menüeinträge (in meinem Fall seahorse) lassen sich nicht bearbeiten / kommen mit einem hässlichen default-Icon daher.
  3. Der proprietäre Nvidia Treiber bezeichnet die EDID des Bildschirms meines Laptops als fehlerhaft und lässt sich deswegen nicht richtig starten: Der bugreport hierzu auf launchpad.
  4. Die VMWare Workstation Installation bricht ab. Es gibt zwar Workarounds, die sind mir aber zu pfriemelig.
  5. Von mir geliebte Erweiterungen für den Firefox 3 gibt es (noch) nicht. Wenigstens Sage wird Gott sei Dank inzwischen von anderen weiterentwickelt.
  6. smbfs macht beim Aushängen meiner in der fstab gemounteten Serverpartitionen Probleme – es dauert viel länger als unter Gutsy.
  7. Nicht wirklich buggy – aber zumindest auf den ersten Blick irritierend: KDE3 und KDE4 Programme werden im Menü unter dem gleichen Namen abgelegt und müssen von Hand umbenannt werden. Veränderungen an Quanta konnte ich auf die Schnelle nicht finden – Schade!

Positiv bleibt anzumerken, dass Hardy die Soundhardware des Dell richtig erkannte (Gutsy brauchte hierzu einen backport) und sich nun auch mit dem nv Treiber ein Beamer anschließen lässt. Weiter konnte wine die im Homeverzeichnis noch vorhandene „Flasche“ mit Dreamweaver ohne Probleme öffnen. Wer die inkscape Quellen nicht schon unter Gutsy eingebunden hatte, darf sich über eine wirklich verbesserte Version freuen und auch die Installation der mstcorefonts funktionierte dieses mal ohne Klimmzüge.

Insgesamt hinterlässt Hardy bei mir bisher keinen runden Eindruck. Mein Produktivsystem bleibt erst einmal bei Gutsy.

Bei meinem Dell muss ich wohl auf den unerschrockenen Steinbock (Intrepid Ibex, Ubuntu 8.10) warten, bis alles richtig funktioniert – was nicht weiter schlimm ist: Schon beim Kauf war mir klar, dass ich rund 1 Jahr investieren muss, bis die Hardware „richtig abgehangen“ ist und von Linux unterstützt wird.

Dell wacht auf

Dell hat endlich einen Linux Laptop (Ubuntu 7.10) im Angebot, der auch mit moderner Technik ausgestattet und dazu noch hübsch anzusehen ist. Allerdings hat das Gerät "Linux XPSTM 1330" dann seinen Preis: Für meine Wunschkonfiguration mit 2.2Ghz Dualcore mit 4MB Cache, 4GB RAM, 160GB 7.200 HD und einer NVidia 8400M GS mit 128 MB RAM legt man bei Dell dann – selbstverständlich ohne Versand – leicht mal 1.700€ auf den Tisch.

Mein D830, über den hier demnächst sicherlich mehr zu lesen sein wird, war da bei fast gleicher Ausstattung wesentlich billiger. Dafür hat dieser aber keinen Linux Support bei Dell und nicht alle Komponenten funktionieren "out of the box". Das Geschäft mit den ollen Inspirons scheint sich für Dell also gelohnt zu haben – sonst wäre dieses Gerät nicht auf dem Markt. Es sei dem Vorreiter unter den Großen gegönnt! Linux als OS wird sicherlich ebenfalls von einer Verbreitung über Dell profitieren.

Dell und Linux

Dell mit LinuxFür den amerikanischen Markt liefert Dell nun Ubuntu als vorinstalliertes OS für einen PC und auch für einen Laptop aus. Als ich das erste Mal von dieser Initiative hörte, dachte ich noch Dell unternimmt etwas gegen die Microsoft Zwangssteuer (doch, doch, Windows kostet! Gates ist nicht der reichste Mann der Welt, weil er sein Betriebssystem  verschenkt. Der Preis für Windows wird lediglich in den Gesamtkosten versteckt).
Inzwischen lassen sich die Angebote im Onlineshop von Dell vergleichen – und: Der Linuxrechner ist mit 728$ teurer als der Windowsrechner mit 699$! Zwar unterscheiden sich die beiden Laptops in der Hardwareausstattung leicht von einander (Grafikkarte bei Linux: GeForce Go 7300, Grafikkarte bei Windows: ATI Mobility X1400) und dazu kommtDell mit Windows noch eine Sonderaktion beim Windowsrechner, die das Angebot weiter vergünstigt. Dass hierdurch die Lizenzkosten für Windows, selbst bei einem Großabnehmer wie Dell, wieder hereinkommen, will ich nicht ganz glauben. Viel eher nutzt Dell hier wohl die Chance, sich an Ubuntu ein wenig die Nase selbst zu vergolden und dies hinter nicht identisch konfigurierbaren Rechnern zu verbergen.
Mit Linux soll und darf Geld verdient werden – dass aber das Startangebot gleich so ausfällt, enttäuscht.