Schlagwort-Archive: moodle

Atto, TinyMCE und Moodle 2.7.x

Mit der Schule bin ich gestern erst auf die Moodle 2.7.2er Reihe von 2.6.5 aus umgestiegen. Da etwas länger zu warten bringt am Ende weniger Bugs und Ärger. Abgesehen von einer Anpassung der Aufgabenformate ist mir aufgefallen, dass nun Atto als Default-Editor keinen Schalter für Emoticons mehr zeigte. Dieser lässt sich aber nachrüsten:

atto1

Unter /Plugins /Texteditoren /Texteditor Atto /Einstellungen findet man eine Liste der Editorenfunktionen und darunter ein Feld, in das man seine Ergänzungen eintragen kann oder über das man die Reihenfolge der Knöpfe verändert.

atto2

Ein emoticon = emoticon fügt Atto den wichtigsten Knopf im System wieder hinzu.

editoreninmoodle

Will man lieber gleich zum mächtigeren TinyMCE wechseln, dann schiebt man diesen unter /Texteditoren /Übersicht über Atto.

tinymce

Da ist dann der Emoticon-Schalter gleich wieder mit dabei.

Nebenwirkungen

TinyMCE verwendet DragMath als Formeleditor. Das bedeutet Java Plugins müssen im Browser aktiviert werden können (IcedTea). Atto nutzt hierfür MathJAX. Das klappt zwar ohne Java – dafür lädt sich dieser Formeleditor Code aus den USA nach und was dabei in die andere Richtung über den Atlantik geht, weiß wieder keiner.

Man hat demnach die Wahl zwischen Java und NSA. Super.

Moodle Glossary Export

Schüler können aus dem Moodle Glossary in den Grundeinstellungen keine XML Dateien exportieren und das bedeutet, dass sie sich nicht das komplette Glossary besorgen können – nur immer einzelne Einträge. In den Rechteeinstellungen der Aktivität lässt sich dies durch setzen eines Häkchens für die Rolle „Teilnehmer/in“ jedoch erlauben (siehe Bild oben).

In der Seitenleiste „Einstellungen“ finden diese sodann einen Schalter „Exportieren der Einträge“ vor, der dann einem Download-Dialog „Exportiere in Datei“ enthält.

Wie dann mit der XML Datei weiter verfahren wird, mit der die meisten Schüler/innen ja ebenfalls überfordert sind, führe ich noch aus. Ein Konvertierungsscript nach HTML hat ein Schüler von mir schon geschrieben – nur ist dies noch nicht ausführlich getestet und noch nicht von ihm unter CC oder GPL gestellt worden.

Hoffnungsschimmer

Es besteht wieder Hoffnung: Der neueste Moodle 2 Build erstellt doch tatsächlich auch Backups. Daran war auf Grund meiner bisherigen Erfahrungen [1, 2] zu zweifeln gewesen. Noch werde ich meinen Bugreport nicht auf gelöst setzen – erst in ein paar Tagen.

Moodle 2 Backup kaputt

Jeden Tag schickt mir mein Moodle brav eine Mail, in der steht, dass alle Kurse erfolgreich gesichert worden seien:

Beschreibung
==================================================
Kurse: 178
OK: 178
Übersprungen: 0
Fehler: 0
Noch nicht abgeschlossen: 0

Sicherung erfolgreich abgeschlossen

Leider eine glatte Lüge. Das dumme Ding sichert überhaupt nicht, sondern wirft nur mit Fehlermeldungen um sich, die es dann aber nicht verschickt, sondern nach

/moodledata/temp/backup

wirft, damit auch ja niemand drauf kommt, dass überhaupt was schief geht.

In diesem Verzeichnis finden sich nun aberhunderte von Logs mit dem schlichten Inhalt

[warn] backup_auto_failed_on_course coursename

und das für jeden Kursraum. Ergo: Mal wieder einen Bugreport losgetreten.

Moodle 2 Backupeinstellungen

Die Grundeinstellungen von Moodle2 erlauben es einem Trainer (editingteacher) nicht, dass dieser Nutzerdaten sichert, was dazu führt, dass in den exportierten Kursräumen immer nur Teile des Raumes enthalten sind … was dann wiederum dazu führt, dass der Administrator der Moodle2-Installation das leidige Backupgeschäft nicht an die Trainer in den Kursräumen delegieren kann.

Es reicht leider nicht, als Administrator die Backupeinstellungen vernünftig zu wählen – z.B. wie im Bild oben – so dass diese dem Datenschutz ja durchaus gerecht werden, weil ein Export von Nutzerdaten nur anonymisiert möglich ist und der Export von Logdaten überhaupt nicht. Die Trainerrolle selbst muss angepasst werden.

Dazu als Administrator an der Moodle2-Installation anmelden und im Bereich /Website-Administration /Nutzer/innen /Rechte /Rollen verwalten auf den Eintrag für die Trainer klicken.

Im Bereich „Kurs“ sind auf dieser Einstellungsseite zwei Checkboxen auf „Erlauben“ zu setzen – was in Kombination mit den globalen Einstellungen für die Kursraumsicherung dazu führt, dass nun der komplette Kursraum vom Trainer gesichert werden kann, ohne dass der Datenschutz über die Wupper geht.

Die Nutzerdateien können nun Teil des Kursraumexportes sein und dieser ist damit so umfänglich sicherbar, dass eine Delegation des Backupgeschäftes und vor allem der Backupverantwortung an Trainer OK erscheint.

Meinen Bug-report hab ich einstampfen dürfen.

Dumbobackup

Da meine Moodle 2 Installationen im Moment noch nicht vollständig in backup2l integriert werden können, darf ich die Kursräume händisch sichern. Das nervt, wenn man das nicht automatisieren kann.

Auf dem Server schreibt das in Moodle 2 integrierte Backup die Kursräume jede Nacht in das Verzeichnis

/server/dir/mdlbckp/

Aus diesem Verzeichnis sollen dann die Kursraumbackups (im Moodle 2 üblichen mbz Format) auf die lokale Platte in das Verzeichnis

/localpath/bckp_tagmonatjahr/dir1

wandern, wobei dieses Verzeichnis einen „Datumsstempel“ im Pfadnamen tragen soll.

Ich hab das mal so gelöst:

#!/bin/bash
# Datum in Variable schreiben
d=$(date +%d%m%Y)
# Lokales Verzeichnis mit Zeitstempel anlegen
mkdir -p /localpath/bckp_$d/dir1
# Moodle Kursraumbackups vom Server holen
scp -r user@server.de:/server/dir/mdlbckp/* /localpath/bckp_$d/dir1

Für jedes zu sichernde Moodle 2 auf dem Server wird das Skript dann um einen mkdir -p Aufruf und den entsprechenden scp -r Befehl ergänzt.

Wenn scp Dank public key Verfahren auf den Server zugreifen darf, dann ist das Skriptchen – über einen cronjob aufgerufen – nun wenigstens ein workaround.

Moodle frisst Server

Eigentlich dumpe ich jede Nacht alle Datenbanken auf dem Server und verpacke diese zusammen mit den Webserververzeichnissen in Archive – bzw. backup2l macht das für mich. Diese Archivdateien rsynce ich am frühen Morgen auf meine lokale Platte bzw. auf meinen Backupserver in der Schule.

Jahrelang ging das glatt. Moodle 1.x.y legte brav nur die Dateien in die Unterverzeichnisse von /moodledata, die von den Nutzern hochgeladen wurden. Moodle 2 benimmt sich komplett anders – wie, genau, weiß ich noch nicht. Da komm ich gerade erst dahinter. Auf jeden Fall fressen die frisch installierten Moodle 2 langsam den Plattenplatz auf dem Server und auf den Backupservern auf, weil sich jede Nacht gleich pfundweise Dateien und Verzeichnisse innerhalb von /moodledata verändern und so die Archive aufblähen.

Nachdem in den Foren auf moodle.org zu dem geschilderten Problem keine Reaktion kam, trug ich einen bug report ein. Jetzt kommt Bewegung in die Sache … aber eine saubere Lösung steht wohl noch für einige Zeit aus.

Im Moment packt backup2l nur noch die WordPresse und DokuWikis sowie die Moodle 1.9.x Installation – nicht aber Verzeichnisse, die ein Moodle 2 enthalten – ein. Moodle 2 Backups gibt es nur noch ein paar mal im Monat – und da dann lediglich von den von Moodle 2 selbst angelegten Kursraumbackups.

Was für ein Gewürge.

Decaf

Das Moodle Theme decaf hat es mir angetan: Klar gegliedert und relativ einfach anzupassen. Das brauch ich auch. Ich hab fast 10 Moodle-Installation im Web zu betreuen, da will ich nicht jedes mal alles neu erfinden müssen, sondern möglichst mit einem Logo und der Veränderung von ein, zwei zentralen Farben des Themes so hinkommen, dass ein Unterschied zwischen den Seiten zu erkennen ist.

Eine Dokumentation der von mir vorgenommenen Anpassungen befindet sich im KvFG Wiki hier:

https://www.kvfg.net/wiki/doku.php?id=web:moodle:theme2

Dafür zu sorgen, dass versteckte Elemente sich von den nicht-versteckten Elementen im Kursraum sichtlich unterscheiden – das hat am längsten gedauert.