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nextCloud 15 mit LDAPs an LD-Server und Automount von Tausch und Home

Weil es so ein unschönes Gefummel war, dokumentiere ich hier für mich (und auch andere Benutzer von LD / SBE) die Anbindung der nextCloud per LDAPs an den LD-Server, die dafür sorgt, dass beim Login der Benutzer gleich noch deren Tausch- und Homeverzeichnisse in die nextCloud gelupft werden. Dass dann bei uns noch Collabora CODE dazukommt rundet die Sache schön ab.

Siehe zu diesem Thema auch den Vorgängerartikel.

Kurz zum allgemeinen Setup: Eine VM mit Ubuntu 18.04 LTS werkelt intern auf einem Virtualisierungshost, der mit seinen Netzwerkkarten in den jeweils für ihn wichtigen VLANs hängt. Auf diesem bridgen die VMs direkt in die VLANs rein. In Richtung Internet steht vor diesem VM-Host eine PFSense als Firewall in den jeweils relevanten Netzen.

Die VM für nextCloud etc. hat zwei virtuelle Netzwerkkarten: Eine zeigt via grauem VLAN in Richtung PFSense (damit in Richtung Internet) und trägt die öffentliche IP des Servers. Die andere Netzwerkkarte hängt als Bridge im grünen VLAN und wird vom LD-Server direkt versorgt. Über diese zweite („grüne“) Netzwerkkarte hole ich mir per LDAPs die Benutzerdatenbank und führe den SMB/CIFS-Mount der Homeverzeichnisse aus.

Netzwerkdiagramm

LDAPs Anbindung

Das Paket php-ldap muss an Bord und konfiguriert sein.

Hinweis: Den Zertifikatscheck kann man im nC LDAP Modul ausschalten für die ersten Tests – oder direkt auf der VM in /etc/ldap/ldap.conf durch den Eintrag TLS_REQCERT allow. Nicht schön, aber zum Testen eine Fehlerquelle weniger.

Die Server-IP mit vorangestelltem ldaps:// und im Feld Port 636 eintragen. Die zwei folgenden Felder können für LD-Server leer gelassen werden.

Da das automatische Auslesen der Base DN bei mir nicht funktioniert hat, musste ich diese von Hand angeben. In meinem Fall: ou=users,dc=kvfg-schule,dc=de

Beim LD-Server liegen die User in ldUserAccount.

Die Loginattribute wählt das von mir hier verwendete nC 15 dann von selbst richtig aus.

DIe passende Objektklasse ist posixGroup.

Das würde nun reichen, um die Benutzer in nC rein zu lassen und auch, um das Tauschverzeichnis automatisch einzubinden, aber nicht, um die Homeverzeichnisse der User automatisch zu mounten. Das liegt daran, dass nC aus dem LDAP die UUID nimmt, um die nC-Benutzernamen zu erstellen. Wir brauchen aber für den Automount der Homes unserer Benutzer deren uid (das ist dann gleichzeitig der Benutzername des Users). Es gilt demnach, nC zu überreden, die UUID zu ignorieren und stattdessen die uid der LDAP-Benutzer zu verwenden.

Auf der Registerkarte Expert finden wir diese Möglichkeit. Bei Internal Username Attribute muss uid eingetragen werden.

Hinweis: Im Reiter Advanced gibt es die Möglichkeit, die von nC lokal erstellten Benutzerverzeichnisse (im Datenverzeichnis von nC) mit %uid benamen zu lassen, statt mit der UUID. Das geschieht durch die Einstellungen oben nun automatisch so. Man darf die Angabe auf keinen Fall doppelt machen (also im Reiter Advanced und im Reiter Expert). Die Fehlermeldungen, die man nach einem Doppeleintrag erhält, beziehen sich auf Homeverzeichnispfade, die nicht aus dem LDAP gelesen werden können. Nicht wirklich hilfreich.

Das Debugging ist wenig witzig. Was hilft, ist hier schon ausführlich beschrieben worden, weswegen ich mir diese Ausführungen heute sparen will. Was hier und heute dazu kommt: Es lohnt der regelmäßige Blick in die Datenbank von nC (z.B. über phpmyadmin). Da dürfen bei den Benutzern keine UUIDs auftauchen (das sind kryptische Kombinationen aus Zahlen und Buchstaben), sondern ausschließlich deren uids (also deren Benutzernamen). Hat das nicht geklappt, darf man von Vorne beginnen. Es empfiehlt sich deswegen, zuerst eine Basiskonfiguration anzulegen und diese zu sichern, die dann wieder eingespielt werden kann, wenn man sich in eine blöde Ecke konfiguriert hat. Das ebenfalls sehr nervige LDAP-Caching von nC lässt sich mit einem beherzten Restart des Apachen beeinflussen.

SMB/CIFS Mount

Die Pakete libsmbclient php-smbclient php-smb und auch die cifs-utils müssen installiert und konfiguriert sein. Letzteres nicht nur zum Testen, ob der SMB-Mount überhaupt funktioniert, sondern auch, weil die anderen Pakete ohne die cifs-utils nicht rund laufen werden.

Nachdem den Benutzern von nC die Verwendung von SMB/CIFS erlaubt wurde, die Einträge wie im Bild aus dem Adminaccount heraus vornehmen. Dabei den Folder Name und die IP des SMB-Servers den eigenen Gegebenheiten anpassen.

Nicht irritieren lassen, dass die „Böbbel“ beim Admin rot bleiben. Da der nC-Admin nicht aus dem LDAP kommt, sondern ein rein lokaler nC-Benutzer ist, muss der SMB-Mount hier auf die Nase fallen.

Die Einträge Login-creditials, saved in session sorgen bei den LDAP-Benutzern aber später dafür, dass die automatischen Mounts klappen. Das $user sorgt für die Ersetzung des Namens für das Home-Share durch den Benutzernamen (die uid), der beim Login in der nC angegeben wurde. Deswegen ja auch das Gefrickel mit dem LDAP oben!

Die Benutzer müssen nun nur noch aufpassen, dass sie sich nicht mit dem Desktop-Client automatisch das gesamte Verzeichnis Tausch/Schule syncen 🙂

Wie man sich per Docker noch ein Collabora CODE auf die VM mit der nC holt, ist an vielen anderen Stellen im Netz schon ausführlich beschrieben worden. Für den Alttag würde ich dann 6GB RAM und 4 CPUs für die VM empfehlen: CODE wie auch nC ziehen zusammen ziemlich an den Ressourcen.

Eines noch: Moodle 3.6 bringt die Möglichkeit zur Anbindung an eine nextCloud mit.

Summa summarum: Wer braucht da noch Ella? DIY and federation are the key!

Falsches Userhome im LDAP

Nach Beendigung des Klassenarbeitsmodus auf einer LD vergisst diese gelegentlich, die richtigen Pfade zurück in den LDAP Baum zu schreiben. Meldet sich der Benutzer danach an, erhält er ein Homeverzeichnis, das dem aus dem Klassenarbeitsmodus entspricht

und kommt an seine eigenen Dateien nicht mehr ran. Außerdem hat er keinen Zugriff auf die Tauschverzeichnisse.

Einfachster Weg: Den LDAP Baum in eine Datei kippen

Den Dump dann mit grep und Freunden nach „Klassenarbeit“ durchsuchen und die Fundstellen zusammen mit den betroffenen Benutzern inklusive username notieren.

Auf einem Client jxplorer installieren (der sich in den Ubuntu Repos befindet) und sich mit diesem mit dem LDAP auf dem Server verbinden. Der anzugebende LDAP Server ist hierbei die IP des Schulservers / LD-Servers (also z.B. 10.16.1.1), als Benutzer nehmen wir den ldap-admin, dessen genaue Bezeichnung / DN wir aus dem gerade exportierten LDAP Baum nehmen können

Verwendet man für diesen das Passwort des admin (Administrator), dann erhält man nur lesenden Zugriff. Schreibenden Zugriff bekommt man mit dem Passwort, das in

liegt.  Hier dann im Bäumchen users unter

eintragen – und nicht den Eintrag aus ldRealHomeDirectory übernehmen, der nur den Serverpfad enthält. Auf dem LD-Server ist der Pfad oben ein Symlink.

Am Ende des Prozesses noch durch die Homeverzeichnisse – auch den ver-symlinkten Teil unterhalb von /home/dynamic – durchsehen und nach evtl. noch bestehenden Symlinks auf das ehemalige Klassenarbeitsverzeichnis suchen. Diese löschen.

LDAPs von MRBS 1.5 auf LD-Server

Ein auf einem externen Server (z.B. bei Hetzner) gehostetes MRBS kann mit den folgenden Einstellungen per LDAPs gegenüber dem internen SBE-Serverchen mit openLDAP authentifizieren:

Die obigen Einträge beziehen sich auf die Datei config.inc.php im Verzeichnis /pfad/zu/mrbs/web. Debugmeldungen von MRBS (sofern oben einkommentiert) finden sich in der error.log des Apachen. Der Filter stellt hoffentlich sicher, dass nur Lehrer/innen sich anmelden können. Um MRBS zusätzlich gegenüber Einsichtnahmen durch Zweite abzusichern, muss der Login erzwungen werden. Dazu

nach den Includes in alle nur erdenklichen und über Netz erreichbaren PHP Dateien (month.php, day.php, week.php, search.php, report.php usw) setzen.

Die anderen hier im Blog zu findenden Hinweise zur Konfiguration von LDAPs gegen einen SBE Server sollte man sich ebenfalls mal ansehen, wenn es mit den Einträgen oben nicht tun will. Es gibt einige Wände, vor die man laufen kann.

Redmine

Der Projektmanager und Bugtracker Redmine hatte es Daniel und mir angetan. Also kam dieser auf einen unserer Ubuntu 14.04 Server.

Dann die Konfigurationsdateien anpassen:

und

Wichtig ist hier, dass der Eintrag für den DocumentRoot des bearbeiteten VirtualHost nicht ganz woanders hinzeigt, sonst fliegt PassengerResolveSymlinksInDocumentRoot auf die Nase (weitere Infos hier). Also im zugehörigen VirtualHost Eintrag prüfen, ob er stimmt:

Redmine versymlinken:

Die Konfigurationsdatei für Redmine an Ort und Stelle kopieren:

Dort Sendmail für den Default Mode freischalten (funktioniert selbstverständlich auch mit Postfix):

Bei Bedarf ebenda den Pfad für die Attachments überarbeiten. Der Default Pfad ist

wo dann Unterordner nach Datum des Uploads angelegt werden. Wer das anders haben will kann sich z.B. unter /var/www/pfad/zu/redmin_files anlegen, dem Apachen daran alle Rechte geben und den veränderten Pfad dann in configuration.yml eintragen:

Das Apache Modul aktivieren und die Konfiguration neu laden:

Leider enden hier viele Installationsanleitungen. Ich musste wie folgt weiter bauen:

Zuerst schien es mir so, als ob Ruby ohne bundler und sqlite3 Fähigkeiten nichts mit Redmine anzufangen wusste. Ich sah beim Aufruf nur eine leere Seite. Das hier half weiter:

Jetzt bekam ich wenigstens eine Fehlermeldung über eine fehlende und nicht beschreibbare Gemfile.lock Datei zu sehen. Ein

setze die Datei an die gewünschte Stelle und machte Redmine läuffähig. Mit admin admin kann man sich anmelden und aus Redmine heraus die restliche Konfiguration anpassen.

Was dann noch fehlt war die Anbindung über LDAPs an den hausinternen Server. Redmine bringt ein LDAP Modul schon mit, also muss man nur die richtigen Einträge für einen LD-Server herausfinden. Geklappt hat es hiermit:

Geholfen haben mir bei der Arbeit die folgenden Anleitungen: [1] [2] [3]

LDAPs von ownCloud auf LD-Server

Nicht nur die Anbindung des LD-Servers an eine externe DokuWiki Installation, sondern auch an ein externes ownCloud funktioniert über LDAPs und lässt sich wie folgt einrichten:

Der erste Schritt ist vom OC-Administrator vorzunehmen, der im Backend die LDAP App einschalten muss. Weiter muss auf dem ownCloud-Server auch php5-ldap installiert sein und in der folgenden Datei die Prüfung auf Zertifikate abgeschaltet werden, wenn man intern auf dem LD-Server für den eigenen LDAP nur selbst-signierte Zertifikate einsetzt (was in den meisten Fällen zutreffen dürfte – leider):

Als OC-Administrator lässt sich dann unter dem Menü-Eintrag /Administration die restliche Konfiguration vornehmen.

ocldap-server

In der Server-Registerkarte ist die URL (besser: IP) für den LD-Server zu hinterlegen. Danach klickt man einmal in Benutzer-DN, trägt aber nix ein, klickt einmal in Passwort, trägt aber nix ein und schreibt dann die DN Angaben in das letzte Feld. Bei BelWü-Kunden dürfte es sich hierbei um einen Eintrag in der folgenden Form handeln:

Dann klickt man auf Fortsetzen – wie auch bei allen anderen folgenden Registerkarten.

ocldap-userfilter

In der Nutzer-Filter-Registerkarte sollte inetOrgPerson vorausgewählt sein und ownCloud auch gleich alle internen Benutzer (und Workstations etc.) finden. Im Bild oben sind dies 1008 Benutzer. Das sind etwas viele, die sich anmelden dürften, weswegen man Beschränkungen vornehmen sollte. Im Folgenden beschränke ich die Nutzung für die Gruppe der Lehrer/innen.

ocldap-loginfilter

Die Beschränkung erfolgt schon bei der Anmeldung: Nur Mitglieder der Gruppe teacher werden akzeptiert. Die entscheidende Funktion wird durch vorauswählbare Einträge nicht scharf schaltbar, weshalb man selbst den Original-Filter bearbeiten muss, so dass dieser am Ende wie folgt aussieht:

Hinzugefügt wurde in die Voreinstellungen ein

ocldap-groupfilter

Der Gruppen-Filter von ownCloud bezieht sich nämlich nicht auf die Benutzerrechte im Anmeldekontext, sondern lediglich auf das Recht, innerhalb von ownCloud Gruppen bilden zu dürfen.

Was bei der Arbeit auf jeden Fall hilft, ist einmal auf dem LD-Server mit tshark zu gucken, ob überhaupt LDAPs Anfragen ankommen.

Weiter macht es Sinn mit

zu verfolgen, was alles bei den Anmeldeversuchen schief läuft. Man braucht mindestens einen Lehreraccount und einen Schüleraccount zum Testen – sonst wird man irre. Auch darf man damit rechnen, dass man mehrfach

auf dem ownCloud Server benötigt, weil sich dieser an den Einstellungen verschluckt hat. Das kann man gut in der owncloud.log verfolgen: Sollte diese im Sekundenabstand mit Zeilen gefüllt werden, die ungefähr diese Angaben enthalten, dann ist es mal wieder Zeit für einen Apache Restart und einen erneuten Versuch im OC-Backend:

Wer das alles für seine Linuxmuster.net Lösung haben will, wird im Wiki fündig. Wie immer sind die freien Schulserver-Lösungen bei der Dokumentation von Sonderwünschen und Erweiterungen vorbildlich.

LDAPs von DokuWiki auf LD-Server

In unser Portfolio sollen nur die Kolleg/innen reinkommen und nicht die Schüler/innen. Also authentifizierte dieses zunächst nur gegenüber dem Lehrermoodle – seit ein paar Tagen jedoch auch gegenüber dem hausinternen LDAP-Server über eine verschlüsselte Verbindung.

DokuWiki, die Basis für das Portfoliosystem, erlaubt hierbei jegliche Mischung aus Authentifizierungsverfahren, sofern man das Plugin AuthChained installiert hat. In unserem Fall lege ich die Administratoren und Redakteure händisch in der DokuWiki eigenen Datenbank an – die nur lesenden Benutzer/innen dürfen über LDAPs kommen. Sie sollen in der Default-Gruppe visitor landen, die im Backend von Dokuwiki so eingerichtet wurde, dass sie nur lesenden Zugriff auf die Portfolio-Seiten erhalten.

Dann wurde die dokuwiki/config/local.php umgestaltet. Hier die Variablen, die am Ende des Config-Marathons endlich die intendierte Wirkung hatten:

ldUserAccount und ldRole sind spezifisch für MySHN bzw. LogoDidact Systeme. Andere Schulserver-Lösungen haben sicherlich andere Bezeichnungen. Die Einträge in den LDAP von LMN sind in deren Wiki hervorragend dokumentiert und lieferten auch für obige LD-Lösung viele Ideen:

http://www.linuxmuster.net/wiki/anwenderwiki:webapps:portfolio#anpassen_der_grundkonfiguration_des_osp

Anmeldeversuche von SuS werden nun mit der Fehlermeldung “Benutzername und / oder Passwort unbekannt” abgewiesen. Dokuwiki sucht schließlich nicht im LDAP-Baum nach allen Menschen auf ServerG, sondern nur noch nach LuL. Vermutlich ist das overkill, denn im Userfilter steht ja ebenfalls drin, dass nur LuL reindürfen. Aber es funktioniert und scheint mir sicherer zu sein.

Da der schulische LD-Server für LDAPs nur ein self-signed Zertifikat ausliefert kommt noch ein Eintrag in die /etc/ldap/ldap.conf auf dem Dokuwiki-Server