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Roaming

In der Schule hatten wir auf unseren Ubuntu-Laptops das Problem, dass diese sich nur mit einem AP verbanden … danach wollten sie mit allen APs mit gleich lautender SSID keinen Kontakt aufnehmen. Ursache war, dass sich der Network Manager die MAC des APs merkt. Das kann man aber ändern. In

/etc/NetworkManager/system-connections/ap_name

legt dieser nicht nur das AP-Passwort von Systemverbindungen unverschlüsselt ab, sondern schreibt die MAC des APs mit rein. Löscht man die Zeile mit der MAC raus, ist in der Schule jeder AP mit dem gleichen Namen ein Partner für den Laptop. Voila.

exFAT

kde_partitionsmanager_exfat

Die 4GB als maximale Dateigröße für FAT32 USB Sticks reichen mir locker. Mir. Anderen scheint dies zu wenig zu sein. Heute stolperte ich a) über eine Nachricht bei Heise und dann b) auch gleich über einen ersten exFAT formatierten Stick.

Unter Ubuntu lassen sich diese Dinger Dank eines PPAs wie folgt leicht in Betrieb nehmen:

sudo add-apt-repository ppa:relan/exfat

sudo apt-get update

sudo apt-get install fuse-exfat

Mounten geht nun mit

mount -t exfat /dev/sde1 /media/usbstick

und dann ist auch das Lesen der Dateien auf dem Stick möglich. Ordner anlegen und Schreiben geht auch, allerdings meckert mein Kubuntu 12.04 beim Kopieren von Dateien dann rum, dass sich die Rechte nicht ändern lassen. Das dürfte mit daran liegen, dass exFAT meinem KDE ein „unbekannter“ Partitionstyp ist (siehe Bild oben).

Einen eigenen Stick mit exFAT formatieren geht nach der Installation von fuse-exfat noch nicht, weil mkfs mit dem Schalter -t exfat nichts anfangen kann. Ein

sudo apt-get install exfat-utils

bringt jedoch /sbin/mkfs.exfat an Bord, so dass auch das gelingt.

Oneiric tweaks

Jajaja – das Netz ist schon voll mit derartigen Anleitungen, fast schon übervoll. Muss einen aber auch nicht wundern, bei diesem pubertären Mist, der Linux-Nutzern im Moment als Desktop angeboten wird.

Ich wählte aus den vielen Blogposts und Foren die für mich sinnvollen Dinge für einen Umbau von Unity aus und dokumentiere diese für mich hier.

Erst einmal müssen die normalen Scrollbars wieder her, damit man deutlicher sieht, wo man sich in einem Dokument überhaupt befindet:

sudo apt-get remove overlay-scrollbar liboverlay-scrollbar3-0.2-0 liboverlay-scrollbar-0.2-0

Für einige der folgenden Anpassungen kann man auf Tweak-tools zurückgreifen – installieren und durchgucken, was man haben will:

sudo apt-get install dconf-tools gnome-tweak-tool compizconfig-settings-manager

Den vollständigen Systray kann man sich einerseits über die dconf-tools wieder aktivieren (z.B. für die Anzeige von Remmina) – andererseits aber auch auf der Shell wie folgt:

gsettings set com.canonical.Unity.Panel systray-whitelist „[‚all‘]“

Eine Reihe von Indicator Applets ist im folgenden Thread auf askubuntu.com dokumentiert:

http://askubuntu.com/questions/30334/list-of-application-indicators

Einst gab es eine einfache Möglichkeit sich seinen Terminal Emulator in Gnome grafisch zu wählen. Das geht nun auch nicht mehr. Der Umweg ist:

sudo update-alternatives -config x-terminal-emulator

Hier kann man sich dann z.B. terminator auswählen. Bringt aber erst einmal nix. Strg+Alt+t macht weiterhin auf, was die Ubuntumacher vorgesehen hatten.

Es hilft der Umweg über den Compiz Config Setting: Unter dem Eintrag Gnome Kompatibilität erlaubt dieser, statt gnome-terminal in „Kommandozeile für Terminal“ auch andere Terminal Emulatoren einzutragen.

Viele Launcher-Tweaks sind inzwischen auf askubuntu.com dokumentiert und an diesem Thread gesammelt:

http://askubuntu.com/questions/35488/list-of-custom-launchers-quicklists-for-unity

Wen die in das obere Panel integrierten Menüs nerven und wer diese wieder im Fenster selbst, statt im Panel haben will, kann zur radikalen Lösung greifen

sudo apt-get remove indicator-appmenu

oder dies für ausgewählte Anwendungen individuell festlegen, wie hier beschrieben:

http://askubuntu.com/questions/6784/is-it-possible-to-make-indicator-appmenu-ignore-a-specific-application

Insgesamt setzt sich bei mir der Eindruck durch, dass Canonical wie auch die Schreiber von Gnome 3 weder die Nutzer im Blick haben, die aus der Windows oder Apple Welt kommen, noch die Linuxer der ersten Stunde. In meinem Umfeld wechseln die Poweruser verstärkt zu XFCE (Vorreiter war hier Linus), um diesen ganzen Konfigurationsmist von der Backe zu haben, den man im Moment braucht, um mit Unity oder gar Gnome 3 arbeiten zu können.

Völlig unabhängig von Unity oder Gnome Shell: Oracle (ehemals Sun) Java gibt es nicht mehr im Partner Repo von Ubuntu – also holt man sich dieses aus einem PPA:

sudo add-apt-repository ppa:ferramroberto/java
sudo apt-get update
sudo apt-get install sun-java6-jdk sun-java6-plugin

Faxen

Ich hatte noch eine AVM A1 ISDN [Fritz] (rev 02) herumliegen, die seit ewigen Zeiten nicht mehr verbaut war, weil inzwischen selbst mein Kaff DSL hat. Heute habe ich diese versuchsweise als Fax-Karte in einen Altrechner gesteckt, folgte für die Installation dieser Anleitung im Ubuntuusers Wiki und konnte nach ein wenig Gefummel die Karte dann auch unter Lucid 32 Bit in Betrieb nehmen. Ich notiere mir hier einmal die nötigen Schritte, weil nun bei jedem Kernelupdate neu kompiliert werden muss.

Vorarbeiten

Zuerst die benötigten Pakete installieren:

sudo apt-get install build-essential capiutils libcapi20-3 libcapi20-dev pppdcapiplugin

Das Paket pppdcapiplugin ist nicht unbedingt nötig – aber wer weiß, wie stabil DSL am Albrand läuft. Außerdem hab ich mir noch die folgenden Pakete geholt:

sudo apt-get install sffview mutt mailutils capisuite

Postfix, der mitgezogen wird, habe ich nur für den lokalen Betrieb eingerichtet. Meine Mails lese ich mit mutt, meine empfangenen Faxe mit sffview aus dem Verzeichnis

/var/spool/capisuite/users/dirk/received/

Modul einrichten

Aber nun zur eigentlichen Installation des Fax Gerätes:

https://belug.de/~lutz/pub/fcpci/fritz-fcpci-src-2.6.31_untested.tar.bz2 herunterladen und entpacken (bei mir nach ~/fritzcard). Dann in

~/fritzcard/fritz-fcpci-src-2.6.31_untested/fcpci_src

den Compiler anwerfen (und das nach jedem Kernelupdate erneut – seufz):

sudo make clean
sudo make all

Wie im Wiki beschrieben folgt nun das Kopieren der Module in das zum Kernel passende Verzeichnis sowie das Einrichten mit depmod:

sudo mkdir /lib/modules/uname -r/extra
sudo cp fcpci.ko /lib/modules/uname -r/extra/
sudo depmod -a

Das Modul nun entladen und wieder neu laden:

sudo modprobe -rf fcpci
sudo modprobe -v fcpci

Da es bei mir zu Fehlermeldungen kam, das Modul avmfritz blacklisten:

/etc/modprobe.d/blacklist-avmfritz.conf

anlegen und hier den Eintrag

blacklist avmfritz

hineinschreiben. Neu booten.

Capi einrichten

Einmalig ist nun die Einrichtung von capi vorzunehmen – der meiner Meinung nach pfriemeligere Teil, als das Comilieren und Kopieren von Kernelmodulen.

In der Datei

/etc/isdn/capi.conf

die Fritzcard durch Entfernen des # aktivieren. Das ist die Zeile

fcpci        –        –    –    –    –    –

Nun die Datei

/etc/modules

um die folgenden Einträge ergänzen:

capidrv
capi
fcpci

Jetzt nachschauen, ob capi läuft:

sudo capiinit
capiinfo

Die Ausgabe von capiinfo vergleichen mit capiinfo.txt oder mit dem ensprechendem Eintrag im Ubuntuusers-Wiki.

Weiter geht es dann mit der Einrichtung der Capi-Suite nach diesem Artikel im Ubuntuusers-Wiki:

In der Datei

/etc/capisuite/fax.conf

im Bereich user settings die entsprechenden Einstellungen vornehmen:

[dirk]
fax_numbers=“12345″
fax_stationID=“+49 7473 12345″
fax_headline=“Sent by CapiSuite from Ubuntu Lucid 10.04 LTS“
fax_email=“dirk“
fax_action=“MailAndSave“

Die Zeile fax_numbers habe ich zu Beginn falsch verstanden. Ich dachte hier müsse entweder die interne Rufnummer meiner ISDN Anlage hin (eine Zahl zwischen 11 und 14) oder meine vollständige Rufnummer – also wie unter fax_stationID. Es muss jedoch die MSN, auf die das Faxgerät hören soll, sein. Hierauf kam ich erst auf Grund der folgenden Meldungen in /var/log/capisuite.log

Connection object created for incoming call PLCI 257 from 9876 to 12345 CIP 0x4
call from 9876 to 12345 ignoring
rejecting with cause 1
Connection object deleted

Ein weiterer Grund, warum der Faxempfang auf die Nase fallen kann: In der Datei

/usr/lib/capisuite/incoming.py

nach einer Zeile mit einem ü suchen (ist ziemlich am Ende zu finden) und dieses durch ue ersetzen (Das ergibt dann „problems on Redhat, thx to Herbert Huebner for reporting“).

Nun capi als Dienst starten, indem in

/etc/default/capisuite

der folgende Eintrag vorgenommen wird:

run_capisuite_daemon=y

Dann den Dienst insgesamt neu starten:

sudo /etc/init.d/capisuite restart

Faxen – aus OOo und über die Shell

Für OOo noch einen Faxdrucker hinzufügen (das geht nicht über ssh, sondern nur direkt auf dem Fax-Rechner mit einer grafischen Oberfläche), durch den Befehl

/usr/lib/openoffice/program/spadmin

Hier dann „Neuer Drucker“, „eine Faxlösung anbinden“, „Standardtreiber“ und den Eintrag

/usr/bin/capisuitefax -q -d „(PHONE)“ „(TMP)“

ablegen. Das Fensterchen schließen und fertig.

Gefaxt wird nun über die Shell mit

capisuitefax -d Faxnummer_Zielgerät Datei(en)_im_PDF_Format

Mit

tail -f /var/log/capisuite.log
tail -f /var/log/capisuite.error

kann verfolgt werden, was genau beim Faxen passiert.

Gut, wer ein Internetfax oder eine helfende Hand mit funktionierendem Faxgerät zur Verfügung hat, um die Konfiguration nun auszuprobieren.

Mint-ify Ubuntu

Linux Mint ist eine Augenweide. Nicht alles, aber einiges lässt sich sehr einfach auch auf einem Lucid (oder einem Maverick) nachbauen – z.B. das MAC OS artige Metal-Theme. Eine Anleitung hierzu ist bei OMG zu finden, das so oder so voller schöner Tipps zu Ubuntu steckt.

Jetzt liegen allerdings die Fensterknöpfe wieder wie in früheren Ubuntu Version bzw. wie unter Windows auf der rechten Seite und nicht mehr wie unter Mac OS bzw. Lucid und Maverick links. Wer sich an die linken Knöpfchen schon gewöhnt hat oder schlicht die Wahl haben will, kann dieser Anleitung hier folgen – oder mwbuttons aus diesem PPA installieren.

Wer dann noch das hierzu passende Linux Mint Menü mit allen Optionen haben will, findet eine Installationsanleitung an dieser Stelle. Alternativ kann man sich aber auch gnome-main-menu ansehen, das aus den Paketquellen installiert werden kann, aber weitaus weniger Optionen mitbringt.

Nachtrag 22.10.2010

Nachdem ich nun ein wenig Erfahrungen mit dem Theme und dem Mint Menü gesammelt habe, kann ich nicht zu einer Nutzung unter Maverick raten: Das Mintmenü lädt nicht immer sauber und stürzt bei der Arbeit gelegentlich komplett ab. Außerdem kann es vorkommen, dass die Panels nicht mehr laden. Man sieht sich dann vor einem „zuckenden“ Bildschirm sitzen. Geholfen hat bei mir in diesem Fall ein Wechsel des Themes durch Rechtsklick auf den Desktop etc und der Auswahl eines der Standardthemes von Ubuntu.

Maverick

Nachdem gestern Ubuntu 10.10 Maverick erschienen ist, musste ich gleich mal die 32 Bit Version auf meinem Dell D830 ausprobieren, und sehen, was alles tut und was nicht. Erfolgreich war ich z.B. bei den folgenden Punkten, die sich in den letzten Jahren immer mal wieder als kritisch erwiesen:

  • Installation von VM Ware Workstation 7.1.2 – reibungslos
  • Betrieb von DreamWeaver 8 unter Wine – nach einem abgestürztem / abgebrochenen Download des Wine Internet Explorers mit Gecko Engine

Was mir im Moment noch fehlt sind die Medibuntu Repos. Sonst scheint alles glücklich zu laufen wie es soll: Apache, MySQL Server, Postfix, Dovecot, Xmind, Truecrypt … was auch immer ich gerade probiere, es funktioniert.

Sehr positiv auf dieser Maschine war, dass endlich die Boxen im Laptop nicht mehr knacken, wenn ich mich einlogge. Das war seit Gutsy so … und bis Lucid. Maverick hat damit wohl aufgeräumt.

Anleitungen, Hinweise und Installationsvereinfachungen sind, wie meist nach dem Erscheinen einer neuen Ubuntu Version, im KvFG Wiki zu finden:

http://www.kvfg.net/wiki/doku.php?id=linux:installation:10_10

Tastenkürzel bei Hardy

Ubuntu Hardy setze ich noch im Schulnetz ein und leider bringt dieses keine komfortable, auf den ersten Blick erkennbare Funktion in der grafischen Oberfläche mit, mit deren Hilfe man Tastenkürzel anlegen könnte. Neuere Ubuntu-Versionen besitzen unter /System /Einstellungen /Tastenkombinationen eine entsprechende Schaltfläche – ich glaube „Hinzufügen“. Hardy kann das trotzdem:

In der Shell den folgenden Aufruf eingeben:

gconf-editor

Derselbige startet dann.

Im Bereich /apps /metacity /global-keybindings wird im Bereich run_command_zahl eine Tastenkombination eingegeben.

Dann unter /keybindung_commands den auszuführenden Befehl eintragen.

RSS Feeds bauen

Am LFB sind alle Seiten echte Handarbeit. Zwar ist ein CMS (unter Mason) vorhanden, das dann aus unserem HTML Geschreibsel hübsche Seiten verpackt, aber Funktionen wie einen automatischen RSS Feed Generator haben wir nicht. Derartiges wird in Zukunft ebenfalls von Hand gebaut und zwar mit Hilfe des Easy Feed Editor.

Da dieser für NET / Mono geschrieben wurde, muss das zuerst auf die Platte. Ein

sudo apt-get install mono-complete

erledigt das. Im Anschluss kann die EXE Datei des Easy Feed Editor – am einfachsten aus einem Terminal heraus – mit

mono Easy\ Feed\ Editor.exe

gestartet werden.

Wer mehr auf grafische Oberflächen steht klickt die EXE mit der rechten Maustaste an, wählt „Öffnen mit“ und dort „Anderer Anwendung …“

Im dann aufklappenden Fenster trägt man „mono“ im Feld „Benutzerdefinierten Befehl benutzen“ ein, setzt ein Häkchen bei „Diese Anwendung für DOS/Windows Programm-Dateien merken“ und klickt auf „Öffnen“.

Das Programm selbst ist – vor allem unter Ubuntu Lucid 64Bit – recht schmucklos, bringt aber eine ausreichende Zahl an Features für den Feed-Bau mit. Leider klappt bei mir ein Pasten aus der Zwischenablage in das Fenster für die Erstellung des Beitragstextes nicht. Eine kommende Version wird dies hoffentlich erledigen.

Evolution zickt

Mein Evolution begrüßte mich heute mit der Meldung:

Zusammenfassung und Ordner stimmen nicht überein, sogar nach einem Datenabgleich!

Wer dies als Suchbegriff bei Google eingibt, landet bald im ubuntuusers Forum. Allerdings hat es bei mir gereicht (zumindest bis jetzt), die folgenden Befehlsfolgen abzusetzen:

Evolution komplett abschalten mit:

Eine Sicherungskopie von ~/.evolution anlegen:

Dann ins Verzeichnis ~/.evolution/mail/local wechseln und dort die Indexdateien löschen:

Wenn das allein nicht hilft, so die Anleitung oben, dann hilft ein

Danach Evolution offline starten mit:

Beim Durchklicken der vorhandenen Ordner (langsam arbeiten!) legt Evolution dann die Indexdateien wieder an. Der Rest des Tipps (Löschen des Posteingangsordners) war bei mir nicht nötig.