Webserver von 12.04 auf 14.04

Nach dem Upgrade von Ubuntu 12.04 auf 14.04 war Apache 2.4 eine ganze Reihe von Fehlermeldungen, weil sich die Syntax einiger Konfigurationsdateien geändert hatte. Einen Überblick über die Änderungen liefert diese Seite:

http://httpd.apache.org/docs/2.4/upgrading.html

Lokal kommt man fast allen Problemen auf die Schliche, wenn man nach dem erfolgreichen Upgrade das Apache-eigene Tool apache2ctl einsetzt und dann die ausgeworfenen Fehlermeldungen Stück für Stück abarbeitet. In fast allen Fällen dürfte das Auskommentieren der beanstandeten Zeilen in den Konfigurationsdateien erst einmal ausreichen, um zu einem wieder funktionierenden Webserver zu gelangen:

sudo apache2ctl configtest

Was dann bei mir noch blieb war eine leere Seite, statt eines Logins für phpMyAdmin. In /var/log/syslog steht der Grund:

PHP Fatal error:  require_once(): Failed opening required ‘./libraries/php-gettext/gettext.inc’ (include_path=’.’) in /usr/share/phpmyadmin/libraries/select_lang.lib.php on line 395

In der phpmyadmin.conf Datei fehlt hier der entsprechende Eintrag im Abschnitt <IfModule mod_php5.c> und dort in der open_basedir Anweisung

php_admin_value open_basedir /usr/share/phpmyadmin/:/etc/phpmyadmin/:/var/lib/phpmyadmin/

muss ergänzt werden:

php_admin_value open_basedir /usr/share/phpmyadmin/:/etc/phpmyadmin/:/var/lib/phpmyadmin/:/usr/share/php/php-gettext/

Dann den Apachen neu starten und es sollte wieder tun.

phpMyAdmin schimpfte dann, dass ihm die Bibliothek mcrypt fehle, die jedoch installiert war. Ein

php5enmod mcrypt

löste auch dieses Problem.

Apache 2.4 warnt beim Start vor SNI mit der Meldung

Init: Name-based SSL virtual hosts only work for clients with TLS server name indication support (RFC 4366)

das sollte heute aber nur noch für Windows XP und den dortigen IE gelten. Chromium, Rekonq, Konqueror und Firefox funktionieren ohne Zicken.

West

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Weiter westlich in Richtung Lagos werden die horizontalen Höhlen so groß, dass ganz Segelschiffe mit 17m hohen Masten hineinpassen. Die Schichtung der Felsen ist hier ebenfalls gut zu sehen.

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Was im Vergleich zur Küste westlich von Albufeira jedoch hier fehlt, sind die vielen vertikalen Schächte.

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Dafür reiht sich Torbogen an Torbogen – teilweise, wie im Bild oben, hübsch in Reihe, so dass man durch mehrere Buchten auf einmal hindurchsehen kann.

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Ideal zum Erkunden wäre allerdings nicht das von uns gewählte Segelschiff, sondern ein Kajak.

Boden

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Meiner Schachtbildungsthese durch Oberflächenwasser bleib ich trotz Zweifel erst einmal treu. Der Boden (siehe weiter Unten) muss dieser nicht widersprechen und eine bessere Idee habe ich nicht.

Die Schächte sind hier – wie ich auf einem Spaziergang nach Westen gestern sehen konnte – auch in größerer Entfernung von Strand in sehr großer Zahl zu finden, dann allerdings komplett verfüllt mit Sand. Ab ca. 100m vom Strand / der Küste entfernt wird dann der Nachweis weiterer Schächte für mich unmöglich weil die Deckschicht aus Erde und Sand immer dicker wird, das Land also ansteigt.

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Teilverfüllte Schächte finden sich auch in Küstennähe. Dann jedoch wie im Bild oben zu sehen mit noch weitgehend intakter Zwischenwand. Ich vermute inzwischen, dass die vielen tiefen (also leeren) Schächte, die ich auf den Spaziergängen in östlicher Richtung fand, alle vom Meer angeschnitten sind.

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Ganze Ketten dieser Schächte werden sichtbar (hier auf der rechten Seite des Bildes), wenn die Füllung nicht vorhanden ist.

Bei Schächten direkt an der Steilküste ist die Füllung meist vom Meer abgetragen worden – die Schächte sind fast alle sichtbar unten zum Meer hin offen, also horizontal angeschnitten. Bei einzelnen Schächten hört man Wasser am Boden, auch wenn man dieses nicht sieht. Für die Überprüfung der anderen leeren Schächte fehlen mir die Mittel.

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Nach einiger Zeit scheinen sich aus den angeschnittenen und somit miteinander verbundenen Schachtketten dann die Täler in Richtung Inland zu bilden, die ich bisher Wadis genannt habe.

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Das Küstengestein hat sich beim Spaziergang nach Westen besser eingrenzen lassen. Es handelt sich – dies macht die Zahl der eingeschlossenen Muscheln auch auf den höchsten Klippen deutlich – um angehobenen Meeresboden. Es entstand so eine Mischung aus Kalkstein und Sandstein, die Wasser, Wind oder anderen mechanischen Einflüssen nicht viel Widerstand entgegenzusetzen weiß.

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Das Kalk-/Sand-Gestein tritt in unterschiedlichen Mischungsverhältnissen und somit Härtegraden und farblichen Tönungen auf. Auch kann man stellenweise klare Schichten von Ablagerungen mit unterschiedlichen Farben sehen. Sortenreine Ablagerungen (reiner Sandstein oder reiner Kalkstein) scheinen sehr selten zu sein.

Löcher

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Dass sich in Küstenfelsen aus Kalk horizontale Löcher auf Grund von Erosion durch Wellen bilden ist mir schon klar und dass das Wasser von oben auch nach unten will und sich deswegen das eine oder andere Sinkloch aus dem Fels löst ebenfalls – aber die Zahl der vertikalen Höhlen ist hier einfach zu groß. Nicht jede davon ist unten zum Meer hin geöffnet, so dass man annehmen könnte, dass das Wasser am unteren Ende Fels abträgt und der Rest schlicht nachbricht. Diese Schächte gibt es hier in so großer Zahl, in auch größerer Entfernung vom Meer aber durch die Bank mit mehr als 30m Tiefe, also immer bis auf Meeresniveau, dass ich für die Entstehung inzwischen doch auf Oberflächenwasser tippe.

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Sind diese Schächte einmal vorhanden scheinen sie von der Meerseite aus von den Wellen angegraben zu werden. Horizontale Löcher folgen meiner Meinung nach auf die vertikalen Schächte.

Liegen viele Schächte nebeneinander bilden sich durch Abtransport des zu Sand vermahlenen Gesteins am Schachtboden und durch Nachbrechen der Wände mit der Zeit immer größere Kessel. Deren Entstehung aus einzelnen Schächte ist oft noch zu erkennen – z.B. an den Wänden der Kessel, oft aber auch am Boden, wo zwischen den ehemaligen Schachtböden noch die Abtrennungen gesehen werden können. Im Bild oben stehe ich auf einer solchen und fotografiere in Richtung eines ehemaligen Schachtes direkt am Meer, der inzwischen von diesem horizontal angeschnitten wurde.

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Vom Land her kommendes Wasser arbeitet zusammen mit dem immer vorhandenen Wind herrliche Erosioinsformen aus dem Stein. Ist dieser, wie im Bild vom Wadi oben, nicht nur aus Kalk sondern aus einem Kalk-Sandstein-Gemisch, ergeben sich Kulissen für Westernfilme.

Was mich nun bizzelt ist die Frage, wie weit ins Hinterland es die Schächte gibt. Sollte sich das Grundgestein nicht ändern, dann müsste meinen Annahmen nach der gesamte Küstenstreifen wie ein Schweizer Käse bis zur Grundwasserschicht durchlöchert sein.

Höhlenmöve

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Nur 15 Minuten Fußweg entfernt befindet sich mitten im Küstenkalk ein 25m tiefes Loch (also eine eingebrochene Halle Schachtkette) mit 30m Durchmesser, das auf der Meerseite eine Durchgangsgrotte hat und auf der anderen Seite eine Art Wadi als Zugang. Dazu kommen noch mehrere kleine Fortsetzungen (keine länger als 10m) auf der Landseite.

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Gestern hatten Britta und ich dieses bei einem Strandspaziergang entdeckt – heute mussten die Jungs mit, fanden dieses aber bis auf die hier gestrandete “Höhlenmöve” langweilig, weil man auf Grund der vielen Steine nicht im Wasser schwimmen und toben konnte.

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An den Wänden sind deutliche die Rest mehrerer ehemaliger Sinklöcher zu sehen.

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Insgesamt: Für Erwachsene ein romantischer Traum.

Fremdkalk

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Wenn ich schon an einen Strand muss, dann wenigstens an einen, der was zu bieten hat ;-)

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Lang ist sie mit geschätzten 40m nicht, aber mit etwa 10m relativ breit, dazu noch eine Durchgangshöhle und ein Deckenloch in einem 20m Schacht hat sie auch zu bieten. Eine hübsche Filmkulisse.

Mate Fensterknöpfe

Ich hab schon ewig nicht mehr mit einer an Gnome2 angelehnten Bedienoberfläche gearbeitet, musste / durfte mich aber heute damit rumschlagen. Was mich irritierte war nur das Layout der Fensterknöpfe. Ich will diese nicht (mehr) rechts, sondern links haben. Also:

sudo apt-get install dconf-editor

und dann grafisch weiter. Die Ausgangslage für die buttons im Fensterrahmen / im Fenstertitel:

dconf1

und dann der gewünschte Endzustand, der sofort wirksam wird:

dconf2

Im Arch Wiki sind noch Wege beschrieben, wie die window / title / titlebar buttons ohne Umweg über eine GUI verschoben werden können.

Blocked

bdjlde

Es muss ein Witz sein. Ein Teil der britischen Telcos blockiert meine Webseite BDJL.

https://www.blocked.org.uk/results?url=http://www.bdjl.de

Was gibt es hier? Einmal ein Blog über Linux, Höhlen auf der Schwäbischen Alb und hin und wieder mal Politik – und ein anderes Blog mit Bildern von Essen und Rezepten dazu  auf bdjl.de/lebensart.

Dann hat es hier noch einen Bereich für Foodies, ein verschlossenes DokuWiki und eine weitgehend gesperrte Moodleseite.

Das ist für die Angelsachsen “adult content”? Armes Land.

Linuxmint Qiana XFCE

lmint17

Ich hab’s gestern erst gesehen, dass die XFCE Version von Linuxmint 17 inzwischen erschienen ist, die ich auf einem älteren FSC Scenic W mit Hyperthreading fähiger Single Core Intel CPU und 2GB RAM einsetze. Als LTS Version bringt Qiana Updates bis 2019 mit sich.

Ein Upgrade eines bestehenden Systems “Petra” auf “Qiana” sollte mit den folgenden Befehlen funktionieren:

sudo apt-get update ; sudo apt-get dist-upgrade

sudo apt-get clean ; sudo apt-get autoremove

Nachdem das System nun auf einem aktuellen Stand ist, tauscht man die Versionen in den Repolisten aus:

sudo sed -i ‘s/saucy/trusty/’ /etc/apt/sources.list

sudo sed -i ‘s/petra/qiana/’ /etc/apt/sources.list

sudo sed -i ‘s/saucy/trusty/’ /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories.list

sudo sed -i ‘s/petra/qiana/’ /etc/apt/sources.list.d/official-package-repositories.list

Man sollte noch nachsehen, ob man sich nicht in der Vergangenheit noch weitere Pakete aus PPAs installiert hat. Ich hatte z.B. noch ownCloud aus dem openSuSE Repo an Bord, das ebenfalls umgestellt werden muss. In diesem Fall muss in der Datei

/etc/apt/sources.list.d/owncloud-client.list

das xUbuntu_13.10 in der URL durch xUbuntu_14.04 ersetzt werden.

Sind alle Einträge angepasst, schiebt man das Update an

sudo apt-get update ; sudo apt-get dist-upgrade

das den Download von fast einem GB an Daten mit sich bringt.

im Zuge der Installation werden Rückfragen gestellt, die man bei Servern häufig mit Enter beantworten kann, ohne all zu viel kaputt zu machen. Beim Update auf Qiana und der Nutzung des Systems als “normaler Desktoprechner” empfiehlt sich das Gegenteil: So sollte man z.B. die Fragen nach dem root Zugang für den SSH Server entgegen der Voreinstellung auf No schalten. Jeweils mit Yes als Antwort verfährt man auch bei der Rückfrage nach /etc/issue, /etc/issue.net und /etc/lsb-release. Und auch ein Yes auf die Frage “Restart services during package upgrades without asking?” erleichtert einem die Arbeit.

Technische Vorteile gegenüber Xubuntu konnte ich auf den ersten Blick nicht entdecken. Das Einzige, was mir auffiel, war, dass man bei Drag and Drop auf dem Desktop bei LinuxMint-XFCE automatisch verschiebt, wohingegen man bei Xubuntu die Shift-Taste (oder war’s die Strg-Taste?) drücken muss. Das ist das von den meisten Anwendern bei der Nutzung eines Desktops wohl erwartete Verhalten und nervte mich bisher bei XFCE-Desktops. Aber sonst? Qiana trägt deutlich dicker auf (bei meinem System waren es 1,5 GB Platzbedarf mehr als unter Petra) als sein ihr Vorgänger oder gar Xubuntu.

Nach einem Reboot und etwas Aufräumen (siehe oben clean und autoremove) läuft auch ein älterer Rechner weiterhin nur angemessen langsam ;-)

Duplicity auf Ubuntu 12.04 LTS

Um es kurz zu machen: Ein Backup mit duplicity über SCP von einem 12.04 LTS Server auf einen 14.04 LTS Backupserver funktioniert nicht mit der Version, die in den Ubuntu-Repos für 12.04 LTS steckt. Das als default verwendete Backend python-paramiko will nicht kooperieren und ein Update desselben über PPAs wollte mir nicht gelingen, weil ich in eine infernalische Abhängigkeitshölle geriet. Was dann half war ein Update von duplicity selbst auf Version 0.6.23 was über das folgende PPA möglich ist:

https://launchpad.net/~duplicity-team/+archive/ppa

In der dort angebotenen duplicity Version ließ sich paramiko als Backend ersetzen durch pexpect. Der Aufruf von duplicity kann dann in einem Skript so aussehen:

export PASSPHRASE=geheim

/usr/bin/duplicity remove-older-than 7D –ssh-options “-oIdentityFile=/pfad/zum/.ssh/identity-file” –ssh-backend pexpect scp://benutzer@server.tld/backup >> /var/log/duplicity/backup.log

/usr/bin/duplicity –ssh-options “-oIdentityFile=/pfad/zum/.ssh/identity-file” –ssh-backend pexpect /home scp://benutzer@server.tld/backup >> /var/log/duplicity/backup.log

unset PASSPHRASE

Diese Unpässlichkeit scheint neueren Datums zu sein.