Archiv der Kategorie: Fundstücke

Fundsachen im / aus dem Netz

DOCX

Wir haben am LFB gerade das unschöne Problem, dass wir beim Öffnen von DOCX Dokumenten Bilder sehen, die MS Word nicht anzeigt und nicht druckt.

Packt man die DOCX mit unzip aus und durchsucht dann die Verzeichnisstruktur sieht man das Bild ebenfalls. Es ist eindeutig da. Das Problem ist demnach, dass MS Word Bilder beim Löschen durch den Anwender nicht immer löscht … sondern stellenweise und aus für uns nicht nachvollziehbaren Gründen im Dokument belässt. Pech gehabt.

LibreOffice z.B. bringt das dann an den Tag – oder, wie wir feststellen konnten, die Webansicht von MS Word.

Die potentiellen Katastrophen, die sich aus diesem Verhalten von MS Word ergeben, sind Legion: Von Abmahnungen bei Internetveröffentlichungen angefangen über die Weitergabe von geheim zu haltenden Informationen bis hin zu persönlichen Peinlichkeiten … MS macht’s möglich.

Das ist professionelle Software.

Chromium 56

Chromium hat sich unterwegs die Option eingespart, auf einfach Art und Weise an die Zertifikatsansicht zu kommen. Ein Klick auf das grüne Schlosssymbol führt zu allen möglichen Angaben – aber nicht mehr zum Zertifikat selbst. Dazu benötigt man nun F12, um die Entwickleroptionen aufzurufen, und dort dann den Tab Security.

Sicherheit ist wichtig, also packen wir die Möglichkeit, die Sicherheit zu prüfen, möglichst weit weg, damit keiner der normalen User da auf einfache Art und Weise dran kommt? Ich versteh’s nicht.

Open365

Alle Jahre wieder suche ich nach einer Alternative zu Google Docs und Freunden und bin bisher immer vor die Wand gelaufen, weil zentrale Features der als Online Office / Web Office beworbenen Suiten fehlten oder die Software schlicht unzumutbar war.

Während ich also die ganze Zeit auf LibreOffice im Browser wartete, mich über jeden Schritt bei Collabora freute und auch auf einer Instanz Writer in ownCloud integrierte, bastelten die Macher von eyeOS in aller Ruhe an einer eigenen Version von LibreOffice Online – und offensichtlich mit viel Erfolg. Der Quellcode des Projektes liegt auf github hier: https://github.com/Open365/Open365/

Wer mal selbst gucken und probieren will kann sich hier registrieren: https://open365.io/

hub

Man erhält im Browser einen zentralen Dateimanager, bei dem man tunlichst nicht direkt in /home/user speichern sollte, sondern nur in einem Unterverzeichnis hiervon (Library) …

writer

… und die komplette LibreOffice Suite in einer aktuellen Version im Browser, wenn auch nur mit Englischer Oberfläche. Deutsche Wörterbücher sind vorhanden – also kein Problem.

Weiter stehen lokale Clients für Windows, MacOS, Linux, Android und iOS bereit, die ich bisher allerdings noch nicht ausprobiert habe. Und da ist noch viel mehr: KDE-Integration, Jitsi-Integration, Seafile zur Dateisynchronisation … wenn das Projekt so weiter macht, dann fehlt mir nur noch eine LDAPs-Anbindung für meine Heerscharen an Usern und ich fahre eine neue VM dafür hoch.

Das Projekt sollte man im Blick behalten!

gnupg 8192

Janis entdeckt (endlich wieder) Verschlüsselung. Enigmail will aber nicht funktionieren – deswegen muss gnupg direkt an die Arbeit.

Erstens eine Textdatei erstellen mit dem folgenden Inhalt:

Key-Type: RSA
Key-Length: 8192
Name-Real: Vorname Nachname
Name-Email: emailadresse@domain.tld
Expire-Date: 2y
Preferences: SHA512 SHA384 SHA256 SHA224 AES256 AES192 AES TWOFISH CAST5 BZIP2 ZLIB ZIP Uncompressed

und dann den Key erzeugen lassen mit

gpg --gen-key --batch --enable-large-rsa <dateinamevonoben>

Das dauert ne kleine Ewigkeit (je nach Rechner und vorhandenem Zufall).

Da fehlt nun das Passwort. Also zuerst die Schlüssel-ID herausfinden:

gpg --list-keys

und dann den Schlüssel editieren:

gpg --edit-key <Schluessel-ID>
gpg> passwd
gpg> save

Der Schlüssel lässt sich dann in Enigmail importieren. Das Widerrufszertifikat kann dann dort erstellt werden, oder eben auch mit gnupg:

gpg --output widerrufszertifikat.asc --gen-revoke <Schluessel-ID>

gnupg stellt dann einige simple Fragen und alles wird gut. Das Widerrufszertifikat dann am einfachsten als Anhang in keepassx speichern.

Das Einzige, was mich stört, ist, dass Janis nun längere Schlüssel hat als ich 🙂

OSM mit Routenplaner

osmroute

Openstreetmap enthält seit kurzem einen Routenplaner, der zumindest bei meinen ersten Tests, keinen totalen Blödsinn plant: OSM würde mich auf meine Standardstrecke nach Biberach ebenso schicken wie auf meine liebste Strecke nach Esslingen-Zell. Auch im näheren Umfeld scheint auf den ersten Blick alles zu passen.

km

Etwas wild scheint mir die Planung innerhalb von Stuttgart auf dem Weg zum KM zu sein: Einfacher wäre es hier, in die Kronenstraße einzubiegen und dann über die Lautenschlägerstraße zur Thouretstraße zu fahren. Ich muss mir die Daten einmal vor Ort ansehen – evtl. fehlen da ein paar Knoten auf der Karte.

offroad

Etwas verwunderlich für mich: Will man zu Fuß z.B. vom Öschinger Freibad zur Öschinger Klufthöhle, dann endet die Wegbeschreibung zusammen mit dem Weg. Man kommt also in die Nähe, aber nicht ans Ziel 🙂 Ein Phänomen, das mir gerade im Fall dieses Lochs wohl vertraut ist.

Im Moment ist die Routenplanung auf Start und Ziel beschränkt – Zwischenstops werden noch nicht unterstützt.

Mehr Infos bei OSM im Blog schon am 16/02.

1459

… Tage lebt im Durchschnitt ein von Google bereit gestellter Dienst – von der Suche selbst einmal abgesehen. Errechnet und mit vielen weiteren Beispielen untermauert hat dies der Guardian. Losgetreten wurde dieser Artikel sicherlich durch die Ankündigung des Suchmaschinenbetreibers, seinen Reader einzustellen.

Da würde ich doch glatt losrennen und mir ein Chromebook kaufen.

PDF EXE

Da schlagen doch gerade X Mails mit dem folgenden Inhalt bei mir auf:

Gegenstand unserer Beauftragung ist eine über Ihren Internetanschluss im Internet begangene Urheberrechtsverletzung als Teilnehmer eines so genannten Peer-to-Peer-Netzwerkes

Folgende Daten konnte unsere Mandantschaft – neben weiteren Einwahlen – aufgrund einer speziell entwickelten Software feststellen und beweissicher dokumentieren lassen

Im Rahmen eines staatsanwaltlichen Auskunftsverlangens gemäß § 113 TKG wurde mitgeteilt, dass der festgestellte Internetanschluss auf Ihren Namen angemeldet ist, so dass Sie für die Urheberrechtsverletzung, welche unter Nutzung des Anschlusses begangen wurde, zivilrechtlich haften.

Einmal ganz abgesehen davon, dass die Mail an postmaster Adressen meiner Domains gerichtet ist – angehängt ist jeweils ein ZIP Archiv mit dem schönen Namen ###_TKG.zip in dem sich dann eine als PDF getarnte EXE Datei befindet. Allerdings ist der Trojaner dann wiederum so alt, dass selbst Clamav diesen findet und wie folgt kategorisiert:

PUA.Win32.Packer.Purebasic-1

PeaZip

Auf der Suche nach den Kommandozeilen-Optionen von 7Zip stolperte ich heute über eine GUI zu diesem (und vielen anderen) Packprogrammen: PeaZip

Das Programm beherrscht auch das sonst sehr umständliche Verschlüsseln von 7Zip Archiven und scheint mir weitaus weiter gediehen zu sein, als die alternative GUI k7z. Darüber hinaus steht es in vielen unterschiedlichen Paketformaten (RPM, DEB, TGZ) wie auch als portable Version für den USB Stick zur Verfügung und ent/packt rund 130 Formate.

Trotz aller grafischen Klickbuntigeschichten: Einen Überblick über die CLI Befehle für 7Zip erfährt man unter anderem hier – oder durch ein man 7za auf der Shell.