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VM Transfer

EIne VM braucht so seine Zeit bis sie eingerichtet ist. Wenn nur das Netz im Hause lahmt, dann kann man diese zu Hetzner umziehen. Ich hab das mal mit Proxmox (Hetzner) und VirtualBox (im Haus) getestet.

Hier die /etc/network/interfaces des Rootservers bei Hetzner mit den Routing für die VMs:

Man erstellt sich in Proxmox eine KVM VM (hier mit der IP 99.99.99.83) mit ausreichend HDD-Platz, um den zu Hause liegenden Server aufzunehmen. Dabei achtet man in der Proxmox-GUI darauf, dass die Einstellungen möglichst genau denen der zu übetragenden VM in VBox entsprechen – z.B. virtio für die Netzwerkkarten.

Dann zieht man sich ein Live-Medium als ISO (bei Hetzner mit wget -4 weil die IPv6 Namensauflösung länger dauert als der Download) auf dem Proxmox-Server nach /var/lib/vz/template/iso und bindet dieses in der KVM-VM in Proxmox ein. Davon dann booten.

Die Wahl des Tastatur-Layouts gelang VNC in Proxmox bei Ubuntu ISOs hierbei nicht immer, weswegen man auch gleich bei US bleiben kann. Bessere Erfahrungen machte ich mit Lubuntu ISOs.

Ist das Live-Medium gebootet, müssen dessen Netzwerkeinstellungen händisch vorgenommen werden. Dabei können IP und Gateway noch über die grafische Oberfläche festgelegt (meist handelt es sich bei den Live-Medien um den Network-Manager) werden. Als DNS kann man z.B. den von Google (8.8.8.8) nutzen. Das Feld für Gateway bleibt leer. Denn: Die Routen für die KVM-VM müssen händisch mit ip route add gesetzt werden.

Meist muss für eth0 noch der Name des Interfaces an den der KVM-VM angepasst werden. Wie das Interface sich im gegebenen Fall nennt, zeigt ein ifconfig.

Netzwerkverbindung testen.

In der KVM-VM wird zu einer root shell gewechselt und für root ein Passwort vergeben

Dann einen openssh-server installieren und dessen Konfiguration so anpassen, dass sich root über SSH mit Passwort einloggen darf. Den SSH Server neu starten.

Jetzt kann man schon ausprobieren, ob man sich von der lokalen VBox VM auf dem Live-Medium bei Hetzner einloggen kann.

Klappt das, dann kann es mit dem Transfer der lokalen VBox VM losgehen.

Dazu legt man auf der HDD der KVM-VM zuerst ein Dateisystem an. Im Live-Medium kann man hierzu sogar Gparted nutzen.

Dann mounted man die root Partition (müsste /dev/sda1 sein) der KVM-VM nach /mnt und der eigentliche Transfer erfolgt nun in mindestens zwei Schritten, will man die downtime des lokalen Servers klein halten: Einmal einen rsync aus dem laufenden System heraus. Ein zweites mal, nachdem das lokale System ebenfalls mit einem Live-Medium gebootet wurde, um die Veränderungen auch noch zu übertragen. Ist einem die downtime egal, dann nutzt man am besten gleich lokal ein Live-Medium.

Ab jetzt sind wieder die im Vorteil, die viel Bandbreite im Upstream haben. In meinem Fall wird die Übertragung 33 Stunden dauern, was dazu führt, dass mir die Zwangstrennung der Internetverbindung die Übertragung in einem Rutsch vermasselt.

Literatur 1, 2, 3

Proxmox mit LXC bei Hetzner

Xen? KVM? LXC? Oder gar systemd-nspawn? In der Schule drehen wir uns bezüglich der Virtualisierungsbasis für unsere Cloud hübsch im Kreis. Aktuell neige ich LXC zu, musste aber bei meinen ersten Gehversuchen einige Schläge einstecken: Restricted Container zickten, Debian Jessie Container auf Ubuntu 16.04 als Wirt ebenfalls, das Netzwerk-Setup war fummelig und die Namensauflösung in den Containern selbst immer wieder „einfach weg“ …

Also das schlechte Wetter heute mal sinnvoll genutzt und einen ganz anderen Weg beschritten: nicht wie sonst per Shell gearbeitet, sondern heute mal per Oberfläche gefummelt und mir Proxmox näher angesehen. Geht flott und funktioniert zügig. Hier eine kurze Doku.

Im Hetzner installimage das aktuelle Debian auswählen – hier: Jessie. Setup durchführen, Updates installieren, neu booten und dann an die Arbeit.

Hinweis für die Partitionierung: Die LXC-VMs werden später unter /var – genauer: /var/lib/vz/images – liegen.

Ich habe mir dann „die volle Packung Proxmox“ installiert:

Nach einem erneuten Reboot zeigte ein uname -a nun

Also frisch in Proxmox unter https://server.domain:8006 mit dem PAM Account für root angemeldet und dort eine neue VMBR0 angelegt, die erst einmal unkonfiguriert blieb.

Reboot. Proxmox übernimmt sonst die Änderungen nicht.

Dann das restlichen Netzwerk-Setup von Hand erledigt.

Die Basis-IP des Server war

Dazu kamen zwei über den Robot zusätzlich bestellte IPs

Es ergab sich damit für /etc/network/interfaces diese Konfiguration:

Für jede weitere IP, die im vorliegenden Fall noch kommen mag, muss man für die VMBR0 eine Zeile ergänzen. Ich denke, das Schema ist nachvollziehbar. Die restliche IP-Konfiguration läuft über Proxmox direkt (siehe unten).

Es folgt die Anpassung von /etc/sysctl.conf

Reboot.

Und ab jetzt geht es klickend in Proxmox weiter. Zuerst zieht man sich die benötigten Templates (hier: für Ubuntu und Debian). Dann legt ein Klick auf das entsprechende Icon die erste VM als LXC an. Der erste Container erhält als IP im hier vorliegenden Fall

und für seine Gateway-Adresse die Basis-IP des Servers:

Der Rest – also die Ressourcenzuteilung usw – war für die Testmaschinen dann eine Geschmacksfrage.

Die Verwaltung (Softwareinstallation etc.) der einzelnen VMs nahm ich lieber direkt auf dem Wirt vor. Da reagiert die Shell einfach zügiger als jedes Frontend. Ein

bindet den zuerst erzeugten LXC an die Rootshell.

Ein internes Netzwerk, über das die VMs untereinander sprechen können, ist auch schnell eingerichtet: Auf dem Host oder auch über Proxmox in die /etc/network/interfaces

Reboot und in Proxmox dann der jeweiligen Maschine eine neue Netzwerkkarte (eth1) geben, die an die vmbr1 gebunden wird, passende IP und Netzmaske setzen – voila.

Erste Messungen mit iperf geben so um die 55 Gbit/sec.

Erstes Ergebnis:

  • Netzwerksetup, Einrichtung, Verwaltung laufen rund und zügig ab
  • Die Templates für Proxmox kommen ziemlich „dick“ mit Software ausgestattet daher. So würde ich diese ungern als Basis für eigene VMs nutzen