Archiv der Kategorie: Laptop

Scrollen mit MSI Wind U100

… inzwischen ist der Oldtimer bei uns im Haus mit Xubuntu 12.04 vor allem als Nachschlage- / Internetlesemaschinchen bedienbar gemacht worden. Was aber „noch nie“ funktionierte war: Scrollen im Browserfenster (oder auch in anderen Anwendungen).

Wir hatten uns daran gewöhnt, auf diesem Rechner mit der Maus den Scrollbalken zu schnappen und diesen dann zu ziehen. Auf Grund der kurzen Mauswege war das OK. Oder wir scrollten halt mit den Cursortasten … wenn wir nicht vergaßen, zuerst mit der Maus irgendwo ins Fenster zu „tappen“.

Keiner kam je auf die Idee nach dem Problem zu googlen; wir hielten dies nicht für ein Problem des Treibers, sondern der Hardware selbst.

Dabei ist das Gefummel überhaupt nicht nötig: Das Touchpad bedient sich nur anders als von uns erwartet: Hält man den Finger ruhig (!) in die rechte obere Ecke des Touchpads – dann scrollt der Bildschirminhalt nach Oben, und in der rechten unteren Ecke des Touchpads dann nach Unten.

via: Golem (und das steht dort schon seit 2008; umpf)

Firefox search provider wechseln / einstellen

Sofern man Suchbegriffe in die Adresszeile des Firefox direkt eingibt, nutzt Mint DuckDuckGo als Standardsuchmaschine, Ubuntu und Fedora nutzen Google und ich will weder das eine noch das andere. Ich will startpage.com. Das lässt sich einstellen:

  1. „about:config“ in die Adresszeile von Firefox eingeben
  2. Warnmeldung, abnicken
  3. „keyword.URL“ im Filter oben auf der Seite eintippen
  4. doppelt auf „keyword.URL“ klicken
  5. https://startpage.com/do/search?language=deutsch&cat=web&query=
  6. ‚OK‘ anklicken und Tab schließen

Über die Seiten von Startpage findet man noch weitergehende Einstellmöglichkeiten … und überhaupt: So frei konfigurierbar wie dieser Suchmaschinenanbieter ist nach meiner Kenntnis kein anderer.

Eine Suche nach „firefox change default search provider“ listet Einstellmöglichkeiten für andere Suchseitenbetreiber.

LMDE und CPU Zahl

Schnarchlangsam ist mein oller Asus  – und das obwohl Debian eigentlich weniger Ressourcen frisst als Ubuntu. Also schaute ich mal mit top nach, was da an den Ressourcen zehrt und stolperte über xorg, der 35% der CPU schluckte. Dazu kam: LMDE erkannt nur eine CPU des Dualcores.

$ dmesg | grep CPU
[    0.000000] ACPI: NR_CPUS/possible_cpus limit of 1 reached.  Processor 1/0x1 ignored.
[    0.000000] Initializing CPU#0
[    0.000000] CPU 0 irqstacks, hard=f5808000 soft=f580a000
[    0.012261] CPU: AMD Turion(tm) 64 X2 Mobile Technology TL-52 stepping 02
[    0.586082] Switch to broadcast mode on CPU0

Das scheint ein Debian Bug zu sein, der sich durch die Installation eines PAE Kernels beheben lässt:

sudo apt-get install linux-headers-3.2.0-3-686-pae linux-image-3.2.0-3-686-pae

Und tatsächlich – danach stimmt wenigstens die Verwendung der CPU Zahl:

$ dmesg | grep CPU
[    0.000000] SMP: Allowing 2 CPUs, 0 hotplug CPUs
[    0.000000] setup_percpu: NR_CPUS:32 nr_cpumask_bits:32 nr_cpu_ids:2 nr_node_ids:1
[    0.000000] PERCPU: Embedded 14 pages/cpu @f79d5000 s33280 r0 d24064 u57344
[    0.000000] Initializing CPU#0
[    0.000000] CPU 0 irqstacks, hard=f5806000 soft=f5808000
[    0.004382] CPU: Physical Processor ID: 0
[    0.004385] CPU: Processor Core ID: 0
[    0.004389] mce: CPU supports 5 MCE banks
[    0.069029] CPU0: AMD Turion(tm) 64 X2 Mobile Technology TL-52 stepping 02
[    0.072003] CPU 1 irqstacks, hard=f5894000 soft=f5896000
[    0.008000] Initializing CPU#1
[    0.156188] Brought up 2 CPUs
[    0.156186] Switch to broadcast mode on CPU1
[    0.156895] Switch to broadcast mode on CPU0

Was sich nicht so einfach in den Griff bekommen lässt, ist der unendlich zähe nouveau Treiber, der xorg mit 35% CPU-Last weiterhin viel zu umfangreich beschäftigt. LMDE geht also weiterhin eher zäh zu Werke. Wenn F18 auf den Markt kommt, dann fliegt LMDE wieder runter … oder ich spiel hier mit Kubuntu weiter.

Thunderbird unter LMDE

Der bei LMDE mitgelieferte Senior Thunderbird 14.0 verträgt meine AddOns nicht. Also musste eine neuere Version an Bord, die ich mir auf Grund eines Hinweises und Skriptes hier direkt von dieser Seite besorgte. Gleich auf ein Skript zu setzen – das war mir zu heftig. Ich spiel das lieber ein paar mal durch und wenn ich dann die Fallstricke kenne wird geskripted. Also erst einmal von Hand:

wget http://mirror.informatik.uni-mannheim.de/pub/mirrors/mozilla.org/thunderbird/releases/latest/linux-i686/de/thunderbird-16.0.2.tar.bz2

cd /opt

mv thunderbird thunderbird$(date“+%Y%m%d.%H%M%S“)

sudo mv /home/dirk/thunderbird-16.0.2.tar.bz2 .

sudo tar xjf thunderbird-16.0.2.tar.bz2

Es folgt ein Teststart von Thunderbird, die Aktualisierung aller AddOns und wenn es tut, dann kommen das alte Thunderbirdverzeichnis und das Archiv in /opt weg. Zum Schluss noch ein Hinweis an die Paketverwaltung:

sudo vi /var/lib/dpkg/status

Hier die Versionsnummer von Thunderbird anpassen, so dass nur aktuellere Versionen als die nun installierte an Bord kommen. Ein dpkg -l | grep thunderbird zeigt den Erfolg.

Unity vor die Wand

Bei Ubuntu mit ihrem Unity Gewürge gehen mir bei 12.10 langsam aber sicher die Lichter aus: LibreOffice zeigt unter Unity seine Menüs entweder nur noch teilweise … oder überhaupt nicht mehr an. Meistens überhaupt nicht mehr.

Unter KDE jedoch funktioniert alles wie gewünscht und erwartet – hier sind die Menüs und alle Einträge vorhanden. Immer – und nicht nur, wenn es den Herren von Canonical gerade mal einfällt sich etwas weniger restriktiv zu verhalten, als die Macher von Gnome3 – denn unter Gnome3 wäre das sicherlich Programm nach dem Motto keep it simple, der Benutzer braucht die komplexen Menüs von LO ja eh nicht.

Linux lässt einem zwar oberflächlich betrachtet die Wahl beim Desktop – aber nur, wenn man damit nicht arbeiten will. Für alle, die ihre Brötchen mit dem Rechner verdienen heißt es: XFCE oder KDE. In ein paar Jahren evtl. noch Cinnamon.

Kubuntu 12.10 Beta

Da mein D830 noch immer nicht richtig herunter fährt hab ich ihm heute die Kubuntu Beta installiert. Das Image ist riesig – mehr als 900MB dick – und liefert mit den voreingestellten Kerneloptionen kein brauchbares System. Wer nach dem Start von CD auch nur einen grauen Bildschirm sieht, sollte beim Start F6 drücken und quiet aus den Bootoptionen löschen. Dazu noch sollte splash durch nosplash ersetzt werden. Erstens erfährt man so, was das System überhaupt macht und bekommt auch hilfreiche Fehlermeldungen zu sehen und zweitens fährt es mit diesen Einstellungen wie gewünscht in den grafischen Modus hoch.

Wie bei Kubuntu (leider) üblich, sind weder Firefox noch Thunderbird von Haus aus mit an Bord. Diese darf man sich nachinstallieren – wie so vieles anderes auch. Was genau, werfe ich in den nächsten Stunden und Tagen ins KvFG Wiki:

https://www.kvfg.net/wiki/doku.php?id=linux:installation:12_10

Sabayon

Mein oller Asus muss gerade ein Sabayon X verdauen. Hier einige Notizen zum Thema:

Der grafische Installer will beeindrucken, führte auf meinem Laptop aber nur zu einem blankscreen. Nach Drücken von F5 kann man dem Kernel die vielen grafischen Startoptionen (vga, modeset blabla) wegnehmen, dann startet Sabayon zwar weniger schön – aber dafür reibungslos.

Man findet im System dann nicht einmal einen vi – dafür viel anderen Chichi. Ein

equo install vim

zieht einen brauchbaren Editor an Bord.

Die BCM4318 wird zwar erkannt – es fehlen jedoch die Firmware und die Einrichtung. Die folgenden Schritte setzen WLAN in Gang:

equo install b43-firmware b43-fwcutter broadcom-sta linux-firmware

Jetzt wird die blacklist.conf bearbeitet:

vi /etc/modprobe.d/blacklist.conf

und zwar so:

# make broadcom-sta happy
blacklist ssb
blacklist bcma
blacklist brcmsmac
#blacklist b43

Damit b43 beim Hochfahren geladen werden kann, muss er hier aufgenommen werden:

vi /etc/conf.d/modules

mit der folgenden Zeile:

modules=“b43″

Nach einem Reboot funktioniert dann WLAN.

Die blöden Broadcom-Chips scheinen sich stellenweise heftig zu unterscheiden. Auf den Weg oben bin ich gekommen, indem ich mit lsmod mal nachsah, was eigentlich geladen war. Mit rmmod ssb und einem anschließendem modprobe b43 brachte ich WLAN sofort hoch. Die Zeilen oben verstetigen lediglich diesen Fund – zusammengetragen aus X verschiedenen Forenbeiträgen.

Sabayon bringt wenig Software von Mozilla mit. Die kommt wie folgt an Bord:

equo install firefox thunderbird

Insgesamt für einen Ubuntu/Debian-Anwender ein etwas gewöhnungsbedürftiges Konzept – Gentoo eben. Dafür sind viele Dinge da, die man unter DEB und Freunden vermisst. Darunter eine echte /etc/inittab. Ich spiel mal weiter … und werf die restliche Dokumentation ins KvFG Wiki:

https://www.kvfg.net/wiki/doku.php?id=linux:installation:sabayon

Dumbing down the GUI

… jetzt such ich schon seit 10 Minuten nach einer Möglichkeit, meinem Laptop beizubringen, dass er *.tc Dateien unter Unity per Doppelklick mit TrueCrypt aufmachen soll. Zumindest die Benutzeroberfläche enthält hierfür keinen Eintrag mehr. Was Ubuntu als nicht installiert ansieht (obwohl es dies ist), taucht schlicht nicht in der Liste der wählbaren Applikationen auf.

Im Fenster oben schlicht den Pfad einzugeben scheint zuerst zu funktionieren, nachdem man / eingegeben hat – aber Nautilus merkt sich das nicht. Nach Enter passiert … nix.

Dann dachte ich kurz, man könnte mit Hilfe dieser Anleitung für tc Dateien den passenden mimetype Eintrag mit dem Programm truecrypt verknüpfen. Aber tc Dateien zeichen sich ja gerade dadurch aus, dass sie undefiniert sind und demnach einen mimetype der Art application/octet-stream haben. Das trifft auf viele andere Dateien auch zu und da schnappt dann jedes mal truecrypt danach? Macht nicht wirklich Sinn. Ich brauche eine Aktion auf Grund der Dateierweiterung – magic numbers tut bei truecrypt  nicht.

Was funktioniert, ist drag and drop der tc Datei auf das truecrypt Icon im Launcher. Das Icon leuchtet dabei zwar nicht auf (eben weil der mimetype keiner Anwendung zugeordnet ist), truecrypt lädt dann aber trotzdem die Datei.

Noch blöder geht es kaum noch. Drag&drop als einziger Ausweg unter einer Linux GUI. Bfrrrrr!

Das einzig Beruhigende hieran ist, nicht allein zu doof zu sein, das konfiguriert zu bekommen:

https://bugs.launchpad.net/ubuntu/+source/nautilus/+bug/984930

Dualboot Fedora und OpenSuSE

Bei der Einrichtung einer Dualbootmaschine legte ich mir zuerst Fedora 16 auf die Platte und dann kam OpenSuSE 12.1 – hauptsächlich, weil ich den Installer von OpenSuSE weniger durchsichtig finde.

Damit beide Systeme booten können, ging ich wie folgt vor:

Grub2 wurde im OpenSuSE-Installer in die root-Partition von OpenSuSE installiert und nicht in den MBR. Diese Option musste gezielt geändert werden, da OpenSuSE das schon vorhandene Fedora zwar nicht erkannte und deswegen auch nicht auflistete, sich jedoch trotzdem am liebsten im MBR verewigt hätte.

Nach Fertigstellung der OpenSuSE Installation wurde wie üblich frisch gebootet. OpenSuSE ist aus dem vorhandenen Grub2, der ja noch von der Fedora Installation stammt, nicht mehr zu erreichen – also fährt nun Fedora hoch.

In Fedora nun den folgenden Befehl als root absetzen:

grub2-mkconfig -o /boot/grub2/grub.cfg

Dann aus Fedora heraus frisch booten und OpenSuSE im Grub2 Menü auswählen. Die Installation von OpenSuSE nun abschließen.

Nach jedem Kernel-Update bei OpenSuSE muss der obige Befehl erneut in Fedora ausgeführt werden. Leider lässt sich aber die Reihenfolge nicht wirklich bestimmen, in der die Einträge dann im Bootmenü erscheinen. Im Fedora Wiki steht jedoch, wie diese angepasst werden können:

http://fedoraproject.org/wiki/Grub2