Kategoriearchiv: Linux

Alles rund um die Pinguine – auf dem Desktop und dem Server

RAID1 für Gutsy

X Installationen später bin ich nun aus dem Installer von Gutsy (hier: Ubuntu Server – die Desktop-Edition kann dies aber auch) schlau geworden und hatte endlich Erfolg damit, gleich im Setup einen RAID1 Verbund so zu definieren, dass die zwei SATA Platten des Backupservers meiner Schule komplett gespiegelt werden – ein echter Ersatz demnach für ein Hardware Raid. Voraussetzung für alle folgenden Schritte ist eine Alternate Install CD. Im Hintergrund werkelt das Programm mdadm.

Beim Festlegen der Partitionsmethode den Modus [manuell] auswählen. Beide Festplatten dann gleich aufteilen und allen Partitionen bei den Paritionseinstellungen unter [Benutzen als] die Einstellung [physikalisches Volume für RAID] verpassen.

Anmerkung: Für diesen Schritt kann auch zur geführten Installation gewechselt werden – allerdings landet dann das Swap-Device in einer erweiterten Partition, die später dazu führt, dass md1 aus sda5 und sdb5 zusammen gesetzt wird.

Da ich selbst nur zwei Partitionen verwende – eine für swap und eine für root – ging das relativ schnell.

Sobald die erste Partition mit der Einstellung [physikalisches Volume für RAID] angelegt wurde, zeigt der Installer den Eintrag  [Software-RAID konfigurieren] an. Diesen erstmal links liegen lassen: Erst müssen beide Platten komplett partitioniert werden!

Auch muss darauf geachtet werden, dass auf beiden Platten in den Bootpartitionen die Option [Boot-Flag] auf [Ein] steht. Nur dann funktioniert das RAID wohl auch beim Ausfall einer Platte ohne Probleme (nicht getestet – aber nur so macht das Sinn und andere Anleitungen zur Einrichtung eines RAID auf schon bestehenden Systemen verweisen nicht umsonst darauf, dass mit dd zuerst der Bootsektor kopiert werden muss – was hier der Installer dann mit übernimmt).

Sind diese Voraussetzungen geschaffen (gleiche Partitionierung der beiden Platten, Bootoption ein, alle Partitionen auf Typ Raid gestellt) erfolgt die Auswahl des Eintrags [Software-RAID konfigurieren] im Installer.

Dieser weist einen dann auf einer Infoseite darauf hin, dass keine Änderungen mehr an den physikalischen Volumes gemacht werden können und fordert dazu auf, die oben getroffenen Einstellungen auf die Platte zu schreiben. Auswahl [Ja].

Im jeweils nächsten Fenster dann

  1. [MD-Gerät erstellen] auswählen;
  2. [RAID1] auswählen;
  3. den Eintrag [2] für die Zahl der aktiven Geräte im RAID-Array stehen lassen und mit [Weiter] abnicken;
  4. die Anzahl der Reservegeräte im RAID-Array auf [0] lassen und mit [Weiter] abnicken;
  5. die beiden Partitionen für das RAID durch Setzen von Sternchen mit der Leertaste in die angezeigten Checkboxen mit den Devicenamen auswählen (bei mir sda1 und sdb1 bzw sda2 und sdb2) – dann auf [Weiter] klicken;

Diese Schritte müssen bei meiner Lösung mit zwei Partitionen (root und swap) zweimal durchlaufen werden, so dass die Geräte md0 (aus sda1 und sdb1) und md1 (aus sda2 und sdb2) entstehen. Als solche werden diese aber nicht angezeigt – der Installer benennt diese mit:

RAID1 Gerät #0 158 GB Software-RAID-Gerät
RAID1 Gerät #1 2     GB Software-RAID-Gerät

Selbstverständlich können die Größenangaben je nach Partitionierung und HD-Größe abweichen.

Weiter geht’s: Gerät #0 (md0) soll bei mir root werden und Gerät #1 (md1) die swap Partition. Im Installer also zuerst den Eintrag unter Gerät #0 auswählen und diesem ext3 und als Mountpoint / zuweisen. Dann Gerät #1 als swap definieren.

Wenn diese Schritte hinter einem liegen, im Installer den Eintrag [Partitionierung beenden und Änderungen übernehmen] auswählen. Die Rückfrage, ob man sich sicher ist und die Änderungen auf Platte geschrieben werden sollen mit [Ja] beantworten.

Das war’s. Gutsy war nach Beendigung der Installationsroutine allerdings – dies lässt sich mit cat /proc/mdstat überprüfen – noch eine ganze Weile damit beschäftigt, die Platten zu spiegeln.

Homeserver

Bin gerade von Britta dabei erwischt worden, wie ich einen Homeserver bestellt habe – ebay ist einfach nix, wenn das Konto schon mehr als leer ist 🙂

HeimnetzIn Zukunft sorgt also auch bei uns zu Hause eine paedML 3 Linux auf Debian Sarge Basis für Netz und Datenspeicherung. Sobald dann Linbo auf dem Markt ist, kümmert sich der Server zusätzlich noch um die Sicherung der Images der Kinderrechner unter Win 98SE und dichtet die Oldtimer damit gegenüber Viren ab. Die PC-Wächterkarten können dann wohl aufs Altenteil. Janis und Lewin erhalten die ollen P3 450 Mhz Rechner, die Britta und ich gerade noch im Einsatz haben, und freuen sich sicherlich über eine Verdopplung der Rechenleistung. SDRAM liegt hier noch genug rum, um diese entsprechend aufzumotzen. Unsere P2 266 Mhz Rechner sind damit verschwunden. Schade eigentlich – funktionieren tun die noch.

Klar, dass damit noch nicht alles erledigt ist: Etwas mehr RAM muss schon in den Server (30€), damit dieser zusätzlich noch einen VMWare Server ausführen kann und ich mein altes W2K mit den vielen Lexika irgendwo unterbringe. Außerdem braucht Britta einen PC unter XP mit USB 2 Schnittstellen (150€) – ihr iPod der neuesten Generation lässt sich (noch) nicht unter Linux synchronisieren und erweist sich damit IMHO eigentlich als Fehlkauf. Dazu brauch ich also noch einen weiteren Rechner und ich weiß auch schon, wo ich den herbekomme (-150€)! Dann wäre ein DVD Brenner (35€) für den Server natürlich auch nicht schlecht, damit nicht das SATA RAID allein für die Datensicherung zuständig ist.

Wenn ich das zusammenrechne, komm ich auf 65€ Zusatz- oder Folgekosten für diesen Kauf oder 200€ Investitionssumme (die Arbeitszeit nicht gerechnet) insgesamt. Verglichen mit dem Homeserver von Microsoft ist das mehr als nur billig – da kostet schon allein das Betriebssystem 170€ und die Hardwareanforderungen würden das Budget dann endgültig sprengen.

7.10

Mit im Moment rund 25 kb/s kriecht die Alternate Install CD des neuen Ubuntu 7.10 auf meine Platte. Etwas Ansturm hatte ich für den heutigen Tag ja schon erwartet, aber dass es soo langsam geht, sogar der Verbindungsaufbau mit dem FTP Server in Esslingen schon schwierig werden würde, das hat mich überrascht.

Nachdem am Wochenende der neuen c't eine Installations-DVD von OpenSuSE 10.3 beilag, wollte ich zuerst diese ausprobieren. Leider verwickelte sich SuSE bei der Installation so ungeschickt in den schon von Ubuntu eingerichteten Bootloader, dass mein Ausflug gleich wieder beendet war: Früher hatten Debian-Systeme den Ruf schwierig zu installieren zu sein. Ich selbst hatte bisher mit SuSE wesentlich mehr Probleme – ob nun auf dem Desktop oder bei Servern.

Bei dem Tempo werde ich das neues System wohl erst  am Freitag testen können. Schade: In der Schule warten auch noch einige Laptops darauf mit Ubuntu 7.10 versorgt zu werden. So baut sich der Zeitdruck langsam wieder auf …

7.04 auf 7.10


… nachdem Andreas mir gestern eröffnete, dass er nun komplett weg ist von Windows, fühlte ich den Zwang zu handeln. Also schnell den RAID-Chip auf meinem Mainboard aktiviert, eine Platte eingebaut und dann heftig gehofft, dass Ubuntu 7.04 einen Treiber für MB Fast Track Lite schon dabei hat (hat es) und installiert. Nach ein wenig Gezicke (einem fscheck beim ersten Boot und einer kurzen Auseinandersetzung mit meiner Dualhead Grafikkarte, die zuerst nicht so recht wollte) läuft nun Feisty Fawn ohne größere, erkennbare Probleme. Es wird also Zeit für Gutsy Gibbon.

Ubuntu Studio Theme

Nach nunmehr fast zwei Wochen Arbeit mit Ubuntu Studio (hier der erste Beitrag zum Thema) auf meinem ollen P3 850 Mhz Laptop habe ich auf das Standardtheme von Ubuntu ("Human") zurückgewechselt. Cool sieht Studio zwar schon aus – aber gerade in OpenOffice sind die Menüs mit grauer Schrift auf schwarzem Grund oft schon bei leichter Neigung des Kopfes nicht mehr richtig zu entziffern gewesen. DIe in Metapaketen gelieferte Software von Studio möchte ich jedoch nicht mehr missen …

Dell und Linux

Dell mit LinuxFür den amerikanischen Markt liefert Dell nun Ubuntu als vorinstalliertes OS für einen PC und auch für einen Laptop aus. Als ich das erste Mal von dieser Initiative hörte, dachte ich noch Dell unternimmt etwas gegen die Microsoft Zwangssteuer (doch, doch, Windows kostet! Gates ist nicht der reichste Mann der Welt, weil er sein Betriebssystem  verschenkt. Der Preis für Windows wird lediglich in den Gesamtkosten versteckt).
Inzwischen lassen sich die Angebote im Onlineshop von Dell vergleichen – und: Der Linuxrechner ist mit 728$ teurer als der Windowsrechner mit 699$! Zwar unterscheiden sich die beiden Laptops in der Hardwareausstattung leicht von einander (Grafikkarte bei Linux: GeForce Go 7300, Grafikkarte bei Windows: ATI Mobility X1400) und dazu kommtDell mit Windows noch eine Sonderaktion beim Windowsrechner, die das Angebot weiter vergünstigt. Dass hierdurch die Lizenzkosten für Windows, selbst bei einem Großabnehmer wie Dell, wieder hereinkommen, will ich nicht ganz glauben. Viel eher nutzt Dell hier wohl die Chance, sich an Ubuntu ein wenig die Nase selbst zu vergolden und dies hinter nicht identisch konfigurierbaren Rechnern zu verbergen.
Mit Linux soll und darf Geld verdient werden – dass aber das Startangebot gleich so ausfällt, enttäuscht.

UbuntuStudio

Ubuntu Studio

Ich bin am Wochenende über eine Version von Ubuntu für den Multimediaschaffenden gestolpert: Ubuntu Studio. Diese sieht nicht nur nett aus, sondern nimmt einem bei der Installation auch viel Arbeit ab, weil die wesentlichen Programme für Audio-, Video- und Bildbearbeitung hier in Metapackages zusammengefasst wurden. Eine Erweiterung / Umwandlung eines installierten 7.04 Feisty (mit Automatix) gelingt ohne Probleme durch die Erweiterung um das Ubuntu Studio Repository – und wie das geht, ist auf den Downloadseiten beschrieben.

Feisty

ubuntu

Um es kurz zu machen: Ich bin begeistert vom (nun nicht mehr ganz so neuen) Ubuntu Feisty 7.04! Mein oller 850 Mhz Laptop läuft stabil, und nicht langsamer als unter Windows 2K. Die gesamte Hardware (meine PCMCIA WLan Karte, mein PCMCIA und mein USB Cardreader sowie mein Scanner) wurden im Rahmen der Installation schon eingebunden – gesonderte Treiberinstallationen konnte ich mir sparen. Selbst mein PDA (Clie PEG TG50) wurde erkannt und synchronisiert brav Termine, Notizen und Adressen mit dem Mailer Evolution.

Automatix nimmt einem dann bei der Installation der Software viel Arbeit ab. Für den nie ganz auszuschließenden Rest (bei mir DreamWeaver MX, den ich unter wine nicht zum Laufen überreden konnte) läuft nun Windows 98SE unter VmWare.

Noch vor etwas mehr als einem Jahr hätte ich gesagt, dass Linux nicht fit ist für den Desktopeinsatz. Feisty lehrt mich gerade, dass das wohl nicht mehr stimmt.