Archiv der Kategorie: Netzfunde

base64 MIME multi part E-Mail Anhang Dekodierung

Da hat sich doch einer meiner vielen Chefs einen Scanner mit Mailfunktion zugelegt und mir dessen gibberish dann per E-Mail weitergeleitet. Angekommen sind zwei Mails. Beide Dateien im Anhang waren im Format dat beigelegt und kamen über einen Exchange Server. Die erste dat Datei enthielt mehr als „normale“ winmail.dat Dateien – nämlich einen E-Mail Header mit den später von mir als wesentlich erkannten Informationen: multipart/mixed und base64 (siehe Bild). Die zweite Datei – mit einem Editor geöffnet – zeigte nur noch Buchstabensalat.

Ich tippte trotzdem zuerst auf das mir bekannte winmail.dat Problem und versuchte mich mit tnef. Ohne Erfolg. Dann googlete ich nach „linux decode mail attachments“ und landete einen Treffer.

Die beiden Anhänge müssen zuerst lokal gespeichert werden. Die Umwandlung geht mit Hilfe von munpack:

sudo apt-get install mpack

cat part1.dat part2.dat | munpack

Details und noch viel mehr sind in diesem Blogpost zu finden.

Transcoder

Ich bin gerade über arista gestolpert, das sich auch in den Ubuntu Paketquellen befindet und mit Hilfe vieler gstreamer-plugins beim Umwandeln von Mediendateien für viele Gerätetypen zeigt, dass Transkodieren komfortabel sein kann. Arista ist eine wunderbare Ergänzung und oft auch ein Ersatz für tragtor, einem GUI für ffmpeg.

Als Quelle können CD/DVD Laufwerke wie auch lokale Dateien angegeben werden. Im Eintrag Gerät (siehe Bild oben) stehen Profile für die üblichen Verdächtigen bereit und unter Profil können Qualitätseinstellungen vorgenommen werden.

Damit alles mit arista rund läuft sollte die gesammelte Packung gstreamer-plugins installiert sein, was so überprüft werden kann:

dpkg -l | grep gstreamer

Man vergleiche dann mit der Ausgabe von

sudo apt-cache search gstreamer | grep plugins

und installiere fehlende Plugins nach.

OpenNIC und Smoothwall

Wer OpenNIC Domains hinter einer Smoothwall nutzen möchte, die (auf Grund des Basteltriebs des Besitzers) per DHCP ihre „rote“ IP und damit auch die Nameserverangaben bekommt, kann/etc/resolv.conf leider nicht direkt ändern, weil a) ein Startskript diese beim Hochfahren der Smoothwall plättet und b) diese lediglich einen Verweis auf 127.0.0.1 enthält.

Als root per SSH auf der Smoothwall anmelden. Die Datei

/etc/rc.d/resolv.conf.dnsmasq

anlegen und den folgend strukturierten Inhalt hinterlassen:

nameserver ip.des.opennic.dns
nameserver ip.des.rout.ers

Mögliche IPs für die OpenNIC DNS Server erfährt man auf der Startseite von OpenNIC. Die IP des von der Smoothwall aktuell genutzten DNS (ergo: des Routers) erfährt man aus der aktuellen /etc/resolv.conf.dnsmasq durch ein

cat /etc/resolv.conf.dnsmasq

Nun zur Datei

/etc/rc.d/rc.updatered

am Ende den folgenden Eintrag hinzufügen:

cp /etc/rc.d/resolv.conf.dnsmasq /etc

Dann die Smoothwall einmal neu booten und durch

ping www.opennic.glue

testen, ob es tut. Bei Problemen hilft die OpenNIC Seite weiter.

Quelle: http://www.opendns.com/support/article/212

Mint-ify Ubuntu

Linux Mint ist eine Augenweide. Nicht alles, aber einiges lässt sich sehr einfach auch auf einem Lucid (oder einem Maverick) nachbauen – z.B. das MAC OS artige Metal-Theme. Eine Anleitung hierzu ist bei OMG zu finden, das so oder so voller schöner Tipps zu Ubuntu steckt.

Jetzt liegen allerdings die Fensterknöpfe wieder wie in früheren Ubuntu Version bzw. wie unter Windows auf der rechten Seite und nicht mehr wie unter Mac OS bzw. Lucid und Maverick links. Wer sich an die linken Knöpfchen schon gewöhnt hat oder schlicht die Wahl haben will, kann dieser Anleitung hier folgen – oder mwbuttons aus diesem PPA installieren.

Wer dann noch das hierzu passende Linux Mint Menü mit allen Optionen haben will, findet eine Installationsanleitung an dieser Stelle. Alternativ kann man sich aber auch gnome-main-menu ansehen, das aus den Paketquellen installiert werden kann, aber weitaus weniger Optionen mitbringt.

Nachtrag 22.10.2010

Nachdem ich nun ein wenig Erfahrungen mit dem Theme und dem Mint Menü gesammelt habe, kann ich nicht zu einer Nutzung unter Maverick raten: Das Mintmenü lädt nicht immer sauber und stürzt bei der Arbeit gelegentlich komplett ab. Außerdem kann es vorkommen, dass die Panels nicht mehr laden. Man sieht sich dann vor einem „zuckenden“ Bildschirm sitzen. Geholfen hat bei mir in diesem Fall ein Wechsel des Themes durch Rechtsklick auf den Desktop etc und der Auswahl eines der Standardthemes von Ubuntu.

Lubuntu

Ich spiel auf meinem uralten Laptop (einem Asus L8400K – und damit einem P3 mit 850 Mhz und rund 256MB RAM) gerade ein wenig herum und habe hierbei festgestellt, dass sich auch Lubuntu anhübschen lässt.

Die Webseite von lubuntu hat einen Screencast online, den man für die ersten Schritte ganz gut auswerten kann.

OOo 3.1 mit deutscher Oberfläche

screenshot_0011

Dass die Oberfläche eines OOo 3.1 unter Hardy auf Englisch war störte mich nicht weiter. Beim Notenrechnen fiel mir dann aber auf, dass auch die Formeln in Calc nun auf Englisch einzugeben sind. Nachdem ich dann einige Vokablen aufgefrischt hatte machte ich mich kurz auf die Suche nach einer Sprachdatei für die Oberfläche und wurde im ubuntuusers Forum fündig: 1

Die Lösung ist inzwischen denkbar einfach. Das hier herunterladen und installieren. Läuft auch auf Hardy 64.

Zensursula

Dieses Zensursula-Skript ist so blöde und gemein – da konnte ich einfach nicht nein sagen 😉 Jetzt bin ich mal gespannt, wann es wegen Überlastung des liefernden Servers in die Knie geht – inzwischen ist das auf jedem zweiten Blog zu finden (oder meine Blogauswahl ist evtl. doch etwas zu einseitig geraten).

Quelle: http://vdl.odem.org/

Passend zum Thema fand ich beim heutigen Streifzug noch den wunderschönen Nistkasten „Wolfgang S.“ Und da ich gerade dabei bin – hier watscht Spreeblick den von und zu, und SMichel liefert das passende Bild zum Guttenzwerg – „Ahnungslos, aber betroffen“.

Hübsch war aber auch ein Zitat bei koehntopp:

Nach der Wahl präsentiert dann die CDU/CSU “Das deutsche Volks-Internet! Endlich auf CD! (In Zusammenarbeit mit dem Springer Verlag)”.

Ein schöner Tag neigt sich dem Ende zu …

OOo3 auf Hardy

Bis jetzt hatte ich OOo3 über die DEB Pakete von de.openoffice.org zusätzlich zur 2.4er Version installiert. Heute stolperte ich bei launchpad über ein OOo3 für Hardy, das mir hoffentlich nun auch die Updatearbeiten abnimmt.

sudo apt-get remove openoffice.org3

entfernte die von Hand installierten Pakete. Im Fall von Fehlermeldungen sollte eine Entfernung mit Hilfe von Synaptic gelingen, das nach „openoffice“ durchsucht werden kann.

Mit einem Editor der Wahl /etc/apt/sources.list bearbeiten:

sudo vi /etc/apt/sources.list

Hier (am Ende) die folgende(n) Zeile(n) hinzufügen:

deb http://ppa.launchpad.net/openoffice-pkgs/ppa/ubuntu hardy main
deb-src http://ppa.launchpad.net/openoffice-pkgs/ppa/ubuntu hardy main

Anschließend ein

sudo apt-get update

durchführen und sich die Fehlermeldungen ansehen. Ein fehlender Key wird moniert:

W: GPG error: http://ppa.launchpad.net hardy Release: Die folgenden Signaturen konnten nicht überprüft werden, weil ihr öffentlicher Schlüssel nicht verfügbar ist: NO_PUBKEY 60D11217247D1CFF

Diesen Key nun importieren:

sudo apt-key adv –recv-keys –keyserver keyserver.ubuntu.com 60D11217247D1CFF

Dann ein

sudo apt-get update && sudo apt-get upgrade

und OpenOffice 3 sollte sich auf der Platte befinden, die 2.4er Version wurde hierdurch ersetzt.

Online OCR

Politiklehrer brauchen Zeitungsausschnitte wie ein Fisch das Wasser. Ideal ist es, wenn diese noch mit Zeilennummern versehen und um unnütze Details gekürzt werden können. Hierzu setze ich OCR Software ein – leider in einer virtuellen Maschine, weil Linux sich hier von seiner spröden Seite zeigt (siehe: OCR unter Linux).

Einen Scan des lesenswerten Artikels ‚Die Unsicherheitskrise‚ von Stefan Kornelius aus der SZ vom 7./8.02.2009 (p. 4) nahm ich zur Vorlage, um die Qualität verschiedener Online-OCR-Dienste zu testen (mit freundlicher Genehmigung der SZ). Dabei wurde darauf verzichtet, die Dienste mit mehrspaltigem Layout und eingebetteten Bildern zu foltern. Dafür war aber die Scanqualität an sich nicht gerade rosig.

tohoku

http://ocr1.sc.isc.tohoku.ac.jp/e1/

Ein Staat geht hr die Sicherheit sei-
ner Bürger drei Verpflichtungen ein: Er
schützt mit seinem Militär vor einem äu-
Qeren Feind, er sor& rr_t der Polúei für
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memang zwischen der ökonomischen
Knse und der physisclien Sicherheit, der
UnverseMheit der Bürger von Riga bis
Sh h . S_ p lobisSacramen

Ich behaupte, dass hier GOCR im Hintergrund läuft – zumindest erinnert mich die schlechte Erkennungsleistung stark an dieses Programm. Ich habe es zwar nicht ausprobiert, aber die Nachbearbeitung dürfte in diesem Fall fast so viel Zeit brauchen wie das Abtippen.

my.ocrnow

https://my.ocrnow.com

Ein Staat geht für die Sicherheit sei­ner Bürger drei Verpflichtungen ein: Er schützt mit seinem Militär vor einem äu­ßeren Feind, er sorgt mit der Polizei für Sicherheit im Inneren, und er betreibt ei­ne umsichtige Wirtschaftspolitik, die vor ökonomischer Unsicherheit schützen soll. Erstaunlich nur, dass der Zusam­menhang zwischen der ökonomischen Krise und der physischen Sicherheit, der Unversehrtheit der Bürger von Riga bis Shanghai, von Säo Paulo bis Sacramen-to

Keine schlechte Erkennungsleistung für einen kostenlosen Service, der lediglich eine Registrierung voraussetzt. Fortgeschrittene Funktionen sind kostenpflichtig und beinhalten das Zusenden des fertigen OCRs und die Einreichung per Mail.

iupr

http://demo.iupr.org/cgi-bin/main.cgi

Ein Staat geht fiir die Sicherheit sei

ner Burger drei Verpflichtungen ein: Er schiitzt mit seinem Militar vor einem auBeren Feind, er sorgt mit der Polizei fiir Sicherheit im Inneren, und er betreibt eine iunsichtige Wirtschaftspolitik, die vor okonomischer Unsicherheit schiitzen soll. Erstaunlich nur, dass der Zusammenhang zwischen der okonomischen Krise und der physischen Sicherheit, der Unversehrtheit der Burger von Riga bis Shanghai, von S50 Paulo bis Sacramen- ‚ ` ‚ “ i’Dl€1H‘Is€°

Schon besser als tohoku – aber auch nur, weil die Fehler auf den ersten Blick zu sehen sind. An den besser erkennbaren Bildstellen (also nicht am Falz in der Zeitung) ist die Erkennungsleistung ordentlich.

ocrterminal

http://www.ocrterminal.com

Ein Staat geht fur die Sicherheit seiner Burger drei Verpflichtungen ein: Er schutzt mit seinem Militar vor einem au-Beren Feind, er sorgt mit der Polizei fur Sicherheit im Inneren, und er betreibt eine umsichtige Wirtschaftspolitik, die vor okonomischer Unsicherheit schutzen soil. Erstaunlich nur, dass der Zusam-menhang zwischen der okonomischen Krise und der physischen Sicherheit, der Unversehrtheit der Burger von Riga bis Shanghai, von Sao Paulo bis Sacramento

Saubere Erkennungsleistung auf dem Niveau von my.ocrnow. Die Seite bietet ihre Dienste kostenlos an, erlaubt aber „nur“ 30 Seiten am Tag, was für den Alltag wohl völlig ausreichend sein dürfte.

Fazit

Die Ergebnisse waren recht eindeutig: my.ocrnow oder ocrterminal können weiter empfohlen werden. Standalone Anwendungen wie FineReader oder Omnipage schlagen diese Services aber um Längen in der Erkennungsleistung (bezogen auf den Gesamtartikel), sind schneller, arbeiten sich auch durch umfangreiche Dokumentenstapel und beschweren sich nicht, wenn sie mit mehrspaltigem Layout konfrontiert werden.

Für anspruchsvollere OCR-Jobs führt demnach kein Weg an Programmen wie FineReader und Omnipage vorbei, aber für den schnellen Scan zwischendurch und auch für kurze Artikel reicht inzwischen ein Online-OCR. Unter Linux sind diese bei unter einer Seite Textumfang wohl auch schneller zu nutzen als der Start der virtuellen Maschine an Zeit braucht.