Archiv der Kategorie: Netbook

RandR

Mein HP Elitebook 8460p kam leider mit einer AMD Grafikkarte und nicht wie bestellt mit einer von Intel. Die macht Probleme mit einigen Beamern. Trotzdem wollte ich nicht die proprietären AMD Treiber an Bord holen, sondern bei radeon bleiben. Tricks über die xorg.conf (wie hier für die proprietären Nvidia Treiber beschrieben) mit

Option  “ModeValidation” “AllowNonEdidModes”

oder verwandten Lösungen fielen somit erst einmal aus. Ich wollte eine Lösung mit randr und die scheint wie folgt zu gehen:

Einloggen und warten, bis der Desktop bereit ist. Dann den Beamer anstecken und dabei nachsehen, was er überhaupt an Auflösungen zu unterstützen behauptet:

sudo tail -f /var/log/Xorg.0.log

Da tauchen dann eine Reihe von Modelines auf, die nativ unterstützt werden – z.B.:

[   250.087] (II) RADEON(0): EDID vendor "BNQ", prod id 34305
[   250.087] (II) RADEON(0): DDCModeFromDetailedTiming: 1280x768 Warning: We only handle separate sync.
[   250.087] (II) RADEON(0): Printing DDC gathered Modelines:
[   250.087] (II) RADEON(0): Modeline "1280x800"x0.0   83.46  1280 1352 1480 1680  800 803 809 831 -hsync -vsync (49.7 kHz eP)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "1280x768"x0.0   68.25  1280 1328 1360 1440  768 771 778 790 -hsync -vsync (47.4 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "800x600"x0.0   40.00  800 840 968 1056  600 601 605 628 +hsync +vsync (37.9 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "640x480"x0.0   31.50  640 656 720 840  480 481 484 500 -hsync -vsync (37.5 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "640x480"x0.0   31.50  640 664 704 832  480 489 492 520 -hsync -vsync (37.9 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "640x480"x0.0   25.18  640 656 752 800  480 490 492 525 -hsync -vsync (31.5 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "720x400"x0.0   28.32  720 738 846 900  400 412 414 449 -hsync +vsync (31.5 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "1024x768"x0.0   78.75  1024 1040 1136 1312  768 769 772 800 +hsync +vsync (60.0 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "1024x768"x0.0   75.00  1024 1048 1184 1328  768 771 777 806 -hsync -vsync (56.5 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "1024x768"x0.0   65.00  1024 1048 1184 1344  768 771 777 806 -hsync -vsync (48.4 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "800x600"x0.0   49.50  800 816 896 1056  600 601 604 625 +hsync +vsync (46.9 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "800x600"x0.0   50.00  800 856 976 1040  600 637 643 666 +hsync +vsync (48.1 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "640x480"x0.0   36.00  640 696 752 832  480 481 484 509 -hsync -vsync (43.3 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "800x600"x0.0   56.25  800 832 896 1048  600 601 604 631 +hsync +vsync (53.7 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "1024x768"x0.0   94.50  1024 1072 1168 1376  768 769 772 808 +hsync +vsync (68.7 kHz e)
[   250.088] (II) RADEON(0): Modeline "1280x1024"x0.0  108.00  1280 1328 1440 1688  1024 1025 1028 1066 +hsync +vsync (64.0 kHz e)

Eigentlich kann der olle BenQ demnach nur 1280×1024. Sagt er. Es geht aber mehr. Mein Laptop hat 1600×900 – und die will ich auch auf dem Beamer. Somit: Modeline für die auf dem Laptop vorhandene Bildschirmauflösung bestimmen:

gtf 1600 900 59.9

Die Antwort von gtf:

# 1600x900 @ 59.90 Hz (GTF) hsync: 55.83 kHz; pclk: 118.80 MHz
  Modeline "1600x900_59.90"  118.80  1600 1696 1864 2128  900 901 904 932  -HSync +Vsync

Die Modeling wird randr bekannt gegeben:

xrandr --newmode "1600x900_59.90"  118.80  1600 1696 1864 2128  900 901 904 932  -HSync +Vsync 
xrandr --addmode VGA-0 1600x900_59.90

Jetzt kann auch Kubuntu 14.04 den Beamer richtig ansprechen: Der entsprechende Dialog in den Systemeinstellungen (evtl. muss man das Paket kde-workspace-randr nachinstallieren) enthält die gewünschte Auflösung.

Größe & Ausrichtung – Systemeinstellungen_001

Diese lässt sich auch tatsächlich nutzen:

Größe & Ausrichtung – Systemeinstellungen_001

Der BenQ mault dann zwar kurz, dass er bessere Ergebnisse mit anderen Auflösungen erzielen könne, aber das Fensterchen ist bald verschwunden.

Klar wird hierdurch das Bild auf dem Beamer etwas matschig, weil er es skalieren muss. Aber das ist mir lieber, als selbst vor einem Laptop zu hocken, der nicht seine native Auflösung auf dem Bildschirm hat und deswegen MIR den Matsch zeigt.

Und: Es funktioniert auch mit einem NEC Beamer nicht anders, der nativ besser mit 1600×1200 betrieben würde und eine Auflösung von 1600×900 nicht in seinen EDID Informationen mit sich führt. Meine beiden Beamer tun also – jetzt teste ich mal noch in der LAK …

7800mAh für Wind U100

Der kleine mitgelieferte Akku für das MSI Wind U100 schaffte es unter Ubuntu Jaunty auf gerade einmal 1,5 Stunden Laufzeit – eindeutig zu wenig, weil man jedes mal, wenn man das Netbook in die Hand nimmt, gleich wieder das Netzteil suchen geht. Ich hab mir deswegen nun einen 9 Zellen Akku mit 7800 mAh Stunden für rund 77€ über ebay besorgt – bei einem deutschen Händler. Aus gutem Grund, sind doch die Foren voll von Kundenrezessionen, die schlechte Erfahrungen mit Akkus und Händlern aus HongKong haben machen müssen.

Die Verarbeitung des Akkus ist, nunja, OK: nicht alle Plastikteile schließen perfekt aneinander an, aber eine Katastrophe sieht auch anders aus.

Jaunty (bzw. die Batterieladeanzeige) ist sich noch nicht so ganz sicher, wie lange mein Wind denn laufen wird: Die Zeitanzeige pendelt zwischen 7 Stunden und 8 Stunden hin und her oder bleibt auch mal viele Minuten beim gleichen Wert stehen. Das wird auch noch eine Zeit lang so bleiben, weil ich erst zum zweiten Mal habe aufladen müssen. Richtige Erfahrungswerte habe ich deswegen noch nicht, ich würde aber schätzen, dass über 7 Stunden Laufzeit bei der Nutzung im ersten Entladezyklus hingekommen sein müsste – bei aktiviertem WLan, hoher Bildschirmhelligkeit und laufendem Browser aber ohne Blauzahn.

Die nun hervorragende Laufzeit ist ein eindeutiges Plus. Auf der Minus-Seite steht allerdings, dass das Netbook, wenn es auf einem Tisch betrieben wird, leicht instabil wird, weil der Bildschirm weiter nach hinten geklappt werden muss, um richtig auf diesen blicken zu können. Das liegt vor allem daran, dass der Akku zwei Zentimeter nach Unten aus dem Netbook ragt, dieses also aufbockt. Fasst man nun den Monitor an, kippt das ganze Netbook viel leichter nach Hinten.

So praktisch die Schräglage der Tastatur bei der Eingabe kurzer Texte nun ist – so unpraktisch wird dies, wenn man tatsächlich einmal längere Texte verfassen will, da die Handgelenke nicht flach liegen können. Da nimmt man das Wind dann doch lieber wieder auf den Schoß und merkt dann vom überstehenden Akku überhaupt nichts mehr.

Selbstverständlich hat sich auch das Gewicht negativ verändert, tauglich für den Ranzen oder Rucksack ist es  aber immer noch: Im Alltag wird der große Akku zum Griff, um den Rechner aus der Tasche zu holen oder diesen fest zu halten. Nicht unpraktisch.

Insgesamt eine absolut lohnende Investition, die aus dem netten kleinen Wohnzimmerding einen echten Begleiter macht. Asus-Nutzer wissen das schon länger …

Intel Grafik stottert unter Jaunty

… also spinn ich doch nicht. Heute berichtet ein Artikel auf Heise, dass der in Jaunty genutzte Intel Grafikkartentreiber langsamer ist. Das kann ich bestätigen: Unter Intrepid konnte auf meinem Wind U100 locker Supertux gespielt werden. Jetzt ruckelt es – und zwar nicht nur hin und wieder.

Wer garnicht mehr richtig arbeiten kann, sollte einen Blick in den Troubelshooting Guide werfen.

UNR Desktop

Nach der Installation von UNR überdeckt der netbook-launcher den gesamten Desktop – und zwar transparent. Die im Verzeichnis

/usr/share/netbook-launcher

liegenden PNG Dateien sind aber nicht komplett durchsichtig, sondern bringen einen eigenen Farbton mit, der den darunter liegenden Desktophintergrund überlagert. So können sich ziemlich hässliche Ansichten ergeben:

bildschirmfoto

Recht verzweifelt war ich deswegen auf der Suche nach der Lösung für mein Lilaproblem und bis ich das Obige verstanden hatte, ging einige Zeit ins Land. Jetzt sieht der Desktop aus, wie er soll:

bildschirmfoto-1

Was auch im Hinterkopf zu behalten ist: Eine vorherige Intrepid Installation (vor allem die Gnome Konfiguration im /home des jeweiligen Users) verhindert auf’s Erste die Anzeige des window-picker-applet und einiger anderer Kleinigkeiten, die UNR mitbringt, wenn man out of the box installiert. Die jeweiligen Applikationen sind dann in die Panels von Hand einzufügen.

UNR Installation

Zur Installation von Ubuntu Netbook Remix:

Image herunterladen – z.B. hier

USB Stick anstecken. Ein

dmesg | tail -20

liefert (unter anderem) die Ausgabe

scsi 10:0:0:0: Direct-Access     Sharkoon Flexi-Drive EC   v1.0 PQ: 0 ANSI: 0 CCS
[12504.696223] sd 10:0:0:0: [sdg] 8060928 512-byte hardware sectors (4127 MB)
[12504.696854] sd 10:0:0:0: [sdg] Write Protect is off
[12504.696857] sd 10:0:0:0: [sdg] Mode Sense: 23 00 00 00
[12504.696859] sd 10:0:0:0: [sdg] Assuming drive cache: write through
[12504.699466] sd 10:0:0:0: [sdg] 8060928 512-byte hardware sectors (4127 MB)
[12504.700088] sd 10:0:0:0: [sdg] Write Protect is off
[12504.700091] sd 10:0:0:0: [sdg] Mode Sense: 23 00 00 00
[12504.700092] sd 10:0:0:0: [sdg] Assuming drive cache: write through
[12504.700095]  sdg: sdg1
[12504.701021] sd 10:0:0:0: [sdg] Attached SCSI removable disk
[12504.701056] sd 10:0:0:0: Attached scsi generic sg7 type 0

und zeigt damit, wo der USB Stick sitzt. Bei mir landen die Sticks meist auf /dev/sdg/

Diesen nun unmounten:

sudo umount /dev/sdg1

Ein

sudo dd if=/home/dirk/Desktop/ubuntu-9.04-netbook-remix-i386.img of=/dev/sdg bs=1M

schreibt das Image dann auf den Stick – bei gleichzeitiger Vernichtung aller dort vorhandenen Daten. Die Pfade müssen selbstverständlich an die lokalen Gegebenheiten angepasst werden.

Den Stick dann am Netbook einstöpseln und von diesem Booten. Bei einem Wind U100 muss hierzu beim Boot [F11] gedrückt werden, um eine Auswahl der möglichen Bootdevices zu sehen.

Der Rest verläuft wie bei einer Installation von CD.

Umge-wind-et

Alle paar Tage, so kommt es mir vor, erreicht mich ein neues Kernel-Update und das bedeutet auf dem Wind U100 jedes mal wieder ein neues WLan Modul kompilieren und einrichten. Das nervt. Ich hab mir deswegen ein Intel Modul (3945 ABG [Golan] rev02) besorgt und dieses heute eingebaut. Mit Hardy wollte es nicht sofort laufen – weshalb dann auch gleich Intrepid RC zum Einsatz kam.

Bitte beachten: Wer an seinem Wind U100 schraubt, verliert ziemlich sicher seine Gewährleistungsansprüche! Anti-Statik-Kits für die Arbeit am „lebenden Rechner“ helfen das Gerät zu schonen!

Als erstes den Akku entnehmen, damit nicht beim Schrauben aus Versehen der Rechner gestartet wird.

Dann die Schrauben auf dem Boden lösen und entnehmen. Alle Schrauben sind gleich groß – eine Sortierung kann demnach entfallen.

Eine davon versteckt sich unter dem Aufkleber „Warranty sticker“ am unteren Ende des Bildes ungefähr in der Mitte. Auch diese Schraube ist einfach zu finden – einfach mit dem Finger nach dem Loch fühlen gehen. Spätestens jetzt gibt es kein Zurück mehr: Die Garantie dürfte futsch sein.

Das Entfernen des Deckels ist nicht schwer, wenn man zuerst den Fingernagel in die Ritze zwischen Bodenabdeckung und dem restlichen Gehäuse steckt und einmal um das Gerät herumfährt, so dass diese Ritze größer wird. Dabei hört man es (und fühlt es auch) an ein paar Stellen leise knacken, wenn die Plastiknasen ausrasten.

Den Deckel dann in Richtung VGA Anschluss abnehmen (im Bild oben nach Links) – dieser steht leicht über. Dabei muss man ein wenig wackeln. Gewalt, auch sanfte, ist nicht nötig.

Auf der linken Seite oben, neben dem VGA Anschluss den schwarzen Aufkleber entfernen, damit man an die WLan Karte herankommt. Dieser fixiert die Antennenkabel. Die Karte ist an einer Ecke mit einer kleinen Schraube befestigt. Im Bild oben wäre das die obere linke Ecke der Karte.

Unbedingt merken, welches Antennenkabel an welchem Steckplatz war: Foto machen!

Dann die Karte in Richtung Akkusteckplatz herausziehen und die Antennenkabel abziehen. Hierzu mit dem Fingernagel unter die goldenen Stöpselchen fahren.

Jetzt die neue Karte einbauen und festschrauben. Nicht erschrecken: Beim Verankern im Steckplatz gibt diese ein Geräusch von sich, eine Art metallisches Klacken. Dann die neue WLan Karte mit der kleinen Schraube in der oberen linken Ecke wieder fixieren.

Nun die Antennenkabel wieder aufstecken und das Ganze mit dem schwarzen Aufkleber fixieren, dass die Kabel auch beim Transport nicht verrutschen können.

Sollte die Montage der Antennenkabel bei gesteckter Karte nicht hinhauen wollen, dann klappt es bestimmt, wenn die Antennenkabel bei gezogener Karte aufgedrückt werden.

Jetzt den Bodendeckel wieder vorsichtig aufsetzen und mit sanftem Druck die Plastiknasen einrasten lassen. Boden mit den Schrauben fixieren – Voila!

Inspiron Mini 9

Dell bietet das Netbook Mini 9 auch mit Ubuntu an – für 319€. Das gleiche Netbook mit Windows XP kostet 369€. Eine Konfiguration des Geräts (also eine Änderung der Hardware) ist im Shopsystem nicht vorgesehen.

Immerhin: Endlich sieht jeder Käufer einen Unterschied, den er versteht – den Preis.

Cheese

Cheese ist mir nicht wirklich wichtig – ich hab immer noch keine Ahnung wozu ich dieses im Alltag gebrauchen werde (evtl. irgendwann zum Videobloggen?), aber wenn es sich schon anbietet und mein Wind eine eingebaute Kamera mitbringt, dann kann ich es ja auch nutzen.

Die bei Hardy mitgelieferte Version von Cheese lief nicht richtig stabil. Auf getdeb.net gibt es aber eine etwas aktuellere Version, die viel stabiler läuft. Ich habe also mit sudo apt-get remove cheese zuerst die alte Version entfernt und nun die Neue auf der Platte. Hoffentlich kümmert sich getdeb und liefert in Zukunft weitere Versionen …

Wind

Es gibt so Kleinigkeiten, an denen können große Kinder einfach nicht vorbeigehen: Ich z.B. an dem MSI Wind U100, der nun als Wohnzimmer-Rechner vorgesehen ist.

Leider kam dieser mit einem vorinstallierten XP ins Haus. Also erstmal XP gestartet: Läuft. Dann ein externes Laufwerk über USB angeschlossen und mit PartedMagic die XP Partition geschrumpft. Wer weiß, wozu ich die noch brauche.

Die Installation von Hardy 8.04.1 verlief dann reibungslos. So weit ich jetzt sehen kann funktioniert bis auf WLAN alles wie es soll. Dank der Intel Graphik sind auch die Desktop-Effekte leicht zu aktivieren und selbst die eingebaute Kamera funktioniert mehr oder weniger gut: Cheese stürzt häufiger mal ab.

Nachtrag: Die WLAN Treiber lassen sich mit der Anleitung im Wiki relativ einfach einrichten.