Archiv der Kategorie: Alblöcher

HSK alpha II

Der Zugang zum „Dachsschluf“ ist nun so hoch und breit, dass ich flach auf dem Bauch liegend wie auch seitlich durchkomme und viel weniger blaue Flecken abbekomme. Nach einer Stunde Arbeiten an der Erweiterung war bei mir aber die Kraft erst einmal zu Ende – also lief ich noch ein wenig die Hänge hoch und runter und suchte die Umgebung der HSK ab. Dabei fand ich das Deckenloch für den Eingang der HSK. Das sieht auf dem Bild größer aus, als es ist.

Auf Grund der beschränkten Kraftressourcen muss ich mir die Arbeit für die nächsten Schritte einteilen: Es reicht immer nur für rund 1 Stunde auf dem Bauch liegend buddeln und Dreck wegkratzen – dann will mein Kreuz eine längere Pause.

Beim nächsten Anlauf kommt also die zweite Engstelle im „Dachsschluf“ dran und erst beim übernächsten Mal geht es dann ins Neuland.

HSK alpha I

Gestern zwängte ich mich also durch die erste Engstelle in den Teil der HSK, der ab jetzt Dachsschluf heißt. In der zweiten Ausbuchtung nach der zweiten Engstelle befand sich nämlich auf der linken Seite ein verlassenes Nest.

Die beiden anderen Fortsetzungen habe ich aufgegeben. Die sind schlicht zu eng.

Insgesamt eine ziemliche Quälerei, das Loch. Eindeutig Elsachbröllerfeeling – auch was die Zahl an Schürfungen und blauen Flecke heute angeht. Die im Dachschluf oft weniger als 30cm zwischen Boden und Decke werden durch Anhäufungen von Boden (immer noch Humus und Erde, aber zunehmend fest) in dem leicht ansteigenden Gang fast plombiert. Man muss sich also entscheiden, in welche Richtung man den Kopf gedreht haben will und kann diese Ausrichtung bis zur nächsten Kuhle in der Decke / im Boden nicht ändern. Rechts und links hat man ein wenig Platz, so dass keine Platzangst aufkommt, jedoch nicht so viel, dass man sich für den Rückweg drehen könnte. Also rückwärts wieder raus, was in der ersten Engstelle dann zu heftigen Flüchen führt, weil man auf dem Rückweg die Arme schon in der Engstelle verkeilt hat und sich trotzdem irgendwie „den Hang hoch“ schieben muss. Also windet man sich Zentimeter um Zentimeter der Eingangskammer entgegen.

Aber hinten geht es weiter. Der sich leicht nach links (?) wendende Gang wird dabei noch ein wenig flacher bzw. die Bodenwellen aus Erde nehmen an Häufigkeit zu, jedoch der leichte Luftzug bleibt.

Jetzt müssen die blauen Flecke abheilen – dann kommt der nächste Anlauf.

Haldenhofhöhlen

Für Bodman-Ludwigshafen sind in Openstreetmap Höhlen eingezeichnet.


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Dort hat es keinen Kalk. Da ist alles Sandstein / Molasse. Da ich am Dienstag vor Ort war, ging ich nachsehen – im festen Glauben, da hat sich jemand eine Scherz erlaubt. Aber tatsächlich: Löcher im Fels!

Die Höhle auf der linken Seite nenne ich auf Grund ihrer Form mal „Haldenhofabri“, auch wenn es sich bei dieser um eine menschliche Grabung handeln dürfte.

Immerhin hat sie zwei kleine Fortsetzungen unbekannter Länge.

In Ermangelung der richtigen Ausrüstung bekroch ich nichts, sondern peilte nur einmal mit dem Disto in Richtung Berg.

Die im Plan bei OSM rechts gelegene „Höhle“ ist ein von Hand aus dem Fels gemeiselter Keller von gut über 20 Meter Länge.

Der kastenförmige Gang ist zu Beginn noch übermannshoch, wird dann aber, je weiter man dem Gefälle in den Berg hinein folgt, niedriger.

Der Gang biegt leicht nach links ab, nähert sich also dem Haldenhofabri und scheint in einem rechteckigen Kellerraum zu enden.

Da sich ungefähr an der Biegung Regenwasser zu einem mehr als knöcheltiefem See gesammelt hat und ich in normalen Schuhen und ohne Lampe unterwegs war, musste eine Peilung und die Handylampe reichen, um zu einer ersten groben Schätzung zu gelangen, wie es hier im Berg aussehen könnte.

Am Anfang des „Sees“ liegen noch Bretter im Wasser … weiter hinten liegen diese unter der Wasseroberfläche. Das nächste Mal habe ich meine Gummistiefel dabei – und Licht.

Trocken

Ich wollte gestern den Schluf in meiner HSK erkunden gehen und musste feststellen, der Wald ist voller Menschen. Das gesamte Plateau zwischen Nebelhöhle und Goldloch – ein einziges Gewusel. Hab ich doch glatt das Nebelhöhlenfest vergessen.

Unter diesen Umständen also kurz am Föhner vorbei geschaut, in der Hoffnung, wenigstens dort etwas Sinniges tun zu können. Der war jedoch verwaist und trocken. Das Wasser kam geschätzte 15 Meter tiefer aus dem Lehmgrubenbröller.

HS-Kammer rev. pre alpha

Der erste Test des Disto X2 vor Ort war auch OK. Was bei mir jedoch noch überhaupt nicht läuft, ist das Denken in Plänen, wenn ich vor Ort bin. Die Planskizze oben ist demnach trotz Vermessung mit Disto schlicht Mist – oder „pre-alpha“ – weil ich immer erst am Rechner zu Hause feststelle, welche Splays geschickt gewesen wären. Auch meine händischen Skizzen taugen nicht viel: teilweise fehlen die entscheidenden Punkte, teilweise sind nicht darstellbare Details enthalten. Ich muss noch viel üben.

Was in mir gestern keimte, war der Verdacht, dass es sich bei der HSK nicht um eine klassische Sekundärhöhle handelt. Das könnte ein schlichter Überhang von ca. 10m Tiefe sein, der in den letzten hunderten von Jahren langsam von Unten her mit Humus aufgefüllt wurde … und ich quäle mich da nun der ehemaligen Decke entlang zur Rückwand desselben. Das am weitesten rechts stehende Fragezeichen muss aber zum Ausrufezeichen werden: ich will wissen, wo der leichte Luftzug herkommt.

Disto X2 toolchain

Bevor es dann Morgen mit dem frisch gelöteten Disto X2 und einem Schäufelchen bewaffnet in mein Kleinstloch geht, probierte ich meine Toolchain heute noch zu Hause aus:

Disto X2 per Bluetooth mit dem Handy koppeln, unter Qave die Daten erfassen und diese dann vom Handy über die ownCloud auf den Laptop schieben. Dort die Datensammlung mit CaverenderPro weiter verarbeiten.

Hat ganz ordentlich funktioniert. Ein Teil des Treppenhauses musste heute dazu herhalten und sieht nach vielen ziemlich sinnfreien Shots dann wie oben aus.

GIF anklicken, damit es sich dreht.

Disto X2

So alt wie heute kam ich mir selten vor: beim Umbau meines Distos wäre ich ohne Lupe und Daniels Fingerfertigkeit beim Umgang mit Lötkolben und vor allem auch den Flachbandkabeln nie fertig geworden. So war es eine Aktion von 2,5 Stunden … und jetzt stelle ich fest, dass mein Nexus 4 nicht richtig über TopoDroid unter Bluetooth mit dem Disto X2 reden will. Da wird hoffentlich ein Update von LOS helfen.

Auf Flo läuft alles wesentlich besser, so dass ich vermutlich mein Tablet für’s Kalibrieren nutzen werde.

HS Höhle und HS Kammer

Der Winter hat ziemlich gewütet in der Nähe meines Übungsobjektes bei der Nebelhöhle. Der Fels hat einen Geröllheimer stattlichen Ausmaßes verloren und ein weiteres Stück wird wohl im nächsten Winter nachfolgen, so instabil wie der Fels auf der rechten Seite im Bild inzwischen aussieht.

Tewje hat inzwischen recherchiert: Der Stein liegt da wohl schon ein paar Jahre. War mir vorher nicht aufgefallen.

Ich bin dann kurz in die HS-Höhle bis zum – vor ein paar Jahren von einer Höfo-Gruppe inklusive Tewje – ergrabenen Endpunkt gekrochen. Bei meinem ersten Besuch im letzten Herbst war ich hierfür nicht richtig angezogen. Hübsches Stück, das die Gruppe da erarbeitet hat. Ich schätze mal 10 Meter werden es auf jeden Fall sein. Überhaupt: ein hübsches Loch. Ein wenig Sinter ist ebenfalls vorhanden und auch die Hoffnung, dass erneutes Graben keine dumme Idee sein könnte.

Nicht weit davon ist mein Übungsobjekt zu finden – Arbeitsname „HS-Kammer“. Ein Kleinstloch mit 3 potentiellen Fortsetzungen, die alle in die ungefähr gleiche Richtung zu laufen scheinen. Ein Luftzug ist in allen drei zu spüren, in der mittleren aber am deutlichsten. Befahren habe ich diesen Schluf nicht: die Angst, stecken zu bleiben, war heute noch zu groß. Schließlich weiß kaum einer, wo das Objekt ist und die der Familie hinterlassenen Erklärungen wollte ich nicht gleich beim ersten Besuch testen.

Also lediglich eine erste Orientierung: Nur mit Papier, Bleistift und einem Maßband bewaffnet hab ich heute einige Notizen und Eindrücke gesammelt.

Nach einem kurzen Eingangsschluf gelangte ich in eine kleine Kammer, die an einer hangparallel verlaufenden Abrisskluft entlang gebildet scheint. Es geht etwa 1,7m nach oben. Platz zum Hocken war auf Grund der Form für mich jedoch nicht. Die Kluft selbst reicht bis zur Erdoberfläche und weist an zwei Stellen kleine (Kinderfaustgröße) Oberlichter rechts vom Eingang auf. Nach links geht es in einem sehr schmalen Schluf etwa einen Meter abwärts und danach vermutlich nach rechts. Schlufbar sah der für mich ebenso wenig aus wie der Schluf ganz rechts in der Kammer, der sich nach einem kurzen Stück ebenfalls bergwärts zu orientieren scheint.

Interessanter ist der mittlere Schluf am rechten Ende der Kammer. Man kann ca. 5 bis 6 Meter weit in den Berg blicken. Es geht relativ eben weiter, am Ende des sichtbaren Bereichs scheint der Schluf nach Unten und rechts zu laufen. Ein Luftzug ist, wie bereits geschrieben, ebenfalls zu spüren. Eng ist der Schluf. Ziemlich eng. Aber der Boden ist nicht aus Kalk, sondern zu großen Teilen aus losem Erdmaterial, so dass man sich evtl. etwas zusätzlichen Raum verschaffen kann, ohne gleich professionell graben zu müssen.

Der Anfang wäre gemacht.

Kürbehöhle II


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Beim zweiten Anlauf hat es dann funktioniert: Nach ein wenig im Wald herumlaufen befand sich die Kürbehöhle da, wo ich zuerst gesucht hatte.

kuerbefelsenband

Den auch in Openstreetmap eingezeichneten Waldweg hochlaufen (aktuell steht dieser voller Brennnesseln) bis zum hübsch verkarsteten Felsenband. Dann nach rechts (Süden) gehen.

kuerbeloch0

Am Ende des Felsenbandes hochsteigen auf die Fläche mit Birken und Buchen. Dabei kommt es dann auf den Blickwinkel an. Bei meiner ersten Runde habe ich den Eingangsschacht auf Grund der Farne komplett übersehen und stolperte dann eine Stunde durch den Wald.

Eingangsschacht Kürbehöhle

Bei der zweiten Runde kam ich ein Stück weiter Vorne den Abhang hoch und sah das Einstiegsloch sofort.

Kürbehöhle Schacht

Ich hab dann den Eingangsschacht nur runterfotografiert, weil ich weder Helm, Licht noch Seil dabei hatte. Ich schätze diesen auf 4m bis 5m Tiefe, Das Oval selbst dürfte ca. 50 bis 60 cm lang und 40 bis 50 cm breit sein. Griffe und Trittflächen sind vorhanden, eine dickere Birke zum Anbinden eines Seils auch … ich komme wieder.

Buohöhle II

Gestern am frühen Morgen bin ich zwei Stunden im Wald bei Gönningen die Hänge hoch und runter geklettert, hab mir Zecken eingefangen, mich mit Kletten bedeckt, zwei Schrammen geholt und Spinnweben gefrühstückt … nichts: Keine Buohöhle am in der Geotop-Datenbank angegebenen Ort.

Kalkstein hat es dort genug und die Hänge sind aus dem üblichen Materialmix aus Laub, Ästen und Geröll. Einige Senken und Furchen sowie teilweise freistehender Fels weisen auf die auf der Alb üblichen Karstformen hin. Soweit ist alles OK. Aber jetzt brauch ich eine Pause von diesem Loch. Dreckig, verschwitzt und schmerzend ist in Ordnung – wenn Erfolg dazu kommt. Aber so?